Spielzeit
2019/20

Der Zarewitsch

Operette in drei Akten von Franz Lehár
Text: Béla Jenbach und Heinz Reichert

Auf Befehl des Zaren soll die Verheiratung des Thronfolgers am Hof von St. Petersburg forciert werden. Um den unerfahrenen Zarewitsch auf die bevorstehende Ehe mit der ihm unbekannten Prinzessin Miliza - die ausschließlich aus politischem Kalkül ausgewählt wurde - "angemessen vorzubereiten", soll ihm erst einmal eine kundige Geliebte aus dem Theater-Milieu zugeführt werden. Zur Verblüffung des Hofes findet der Zarewitsch an der Tänzerin Sonja jedoch weitaus mehr Gefallen als erwartet. Er widersetzt sich den Heiratsplänen und flieht sogar mit Sonja nach Neapel. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn das Paar wird rasch aufgespürt und gezwungen, seine Liebe der Staatsräson zu opfern.

Für Regisseurin Sabine Sterken und Bühnen- und Kostümbildnerin Britta Bremer rückten konzeptionell insbesondere folgende Aspekte des Stückes ins Zentrum: „Die Operette hat keinen geschichtlich realen Hintergrund. Es ist ein zeitloses Phantasieland, dieses Russland. Gemeint ist ein Ort, an dem die Macht des Staatssystems über das private Glück entscheiden kann, wenn man sich ihm ausliefert. Eine große Distanz zwischen dem goldenen Glanz, seiner Sicherheit, die er ausstrahlt, und der Möglichkeit, sich darin wiederzufinden. Der Fokus liegt auf den Menschen, ihrer Sehnsucht nach Zufriedenheit, Erfüllung. Jeder ist seines Glückes eigener Schmied. Es ist ein großes Märchen über das Finden von Glück und Liebe und gleichzeitig auch ein Krimi, in welchem die Figuren legale und illegale Wege gehen. Es wird gehofft, gelogen, erpresst, geliebt. Ein furioser Strudel, in dem die Protagonisten sich befinden, sich behaupten wollen. Im Mittelpunkt steht Zarewitsch, der immer spürte, dass ihm im Leben etwas fehlt. Durch das Kennenlernen der Liebe zu Sonja, findet er seine Erfüllung. Beide haben für sich das ultimative Glück gefunden, geben sich dem hin. Sie verzichten auf alles Geld und Sicherheit, um glücklich zu sein. Ein Moment der Vollkommenheit, über einem Abgrund.“

Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden, 15 Minuten (eine Pause)
Fotos: Ray Behringer

Mi, 11.09.19, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Premiere
So, 29.09.19, 16.00 Uhr    Carl-Maria-von-Weber-Theater Bernburg
Di, 08.10.19, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
Di, 15.10.19, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
So, 20.10.19, 16.00 Uhr    Theater der Altmark Stendal
Do, 31.10.19, 18.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
So, 03.11.19, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
So, 15.12.19, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
So, 29.12.19, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
So, 09.02.20, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Fr, 14.02.20, 19.30 Uhr    Kulturhaus Salzwedel
So, 01.03.20, 15.00 Uhr    theater itzehoe
Sa, 14.03.20, 19.00 Uhr    Theater Herford
So, 26.04.20, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
So, 03.05.20, 19.00 Uhr    König Albert Theater Bad Elster
Mo, 01.06.20, 19.00 Uhr    König Albert Theater Bad Elster letztmalig
Musikalische Leitung  Florian Kießling
Inszenierung  Sabine Sterken
Ausstattung  Britta Bremer
Dramaturgie  Susanne Germer
Choreographie  Can Arslan
Choreinstudierung  Jan Rozehnal
Zarewitsch  Max An
Sonja  Nina Schubert
Großfürst  Klaus-Uwe Rein
Iwan  Tobias Amadeus Schöner
Mascha  Bénédicte Hilbert
Kammerdiener / Bordolo  Thomas Kiunke
Ministerpräsident  Helmut Müller
Ein Soldat  Jungwoo Jang
Lina / Olga  Amrei Wasikowski
Vera  Thea Rein
Damen  Christine Köppe / Karin Effenberger / Annegret Fischer
Freundinnen  Anke Suppas / Steffi Gehrke / Ursula Meinke
  Orchester, Opernchor, Ballett und Statisterie des Nordharzer Städtebundtheaters
„(...) Wie bereits in anderen Inszenierungen wissen Runette Botha und Max An in den Duetten ihre Stimmen auf das schönste zu verschmelzen. Auch das umtriebige Buffo-Paar Mascha (Bénédicte Hilbert) und Iwan (Tobias Amadeus Schöner) schuf ausdrucksstark eine humorvoll- dichte Atmosphäre. (...)“
Renate Petrahn, Volksstimme