Was wird sein?
Spielzeit 2017/18

Die Goldene Gans

von Raphael Protiwensky, nach dem Märchen der Brüder Grimm

Das Leben der Prinzessin ist langweilig. Sie lebt im Überfluss und ihr wird kein Wunsch abgeschlagen. Aber draußen im Matsch herumtollen, mit anderen Kindern ausgelassen spielen und die Welt entdecken – das verbietet die Hofsitte. Deshalb kann sie nicht lachen und die Königin schwört: Wer ihre Tochter zum Lachen bringt, der soll sie heiraten.
Szenenwechsel: Drei Geschwister sitzen in einer ärmlichen Hütte. Der Jüngste ist ehrlich, fleißig, freundlich – und tollpatschig. Daher lachen ihn seine faulen Schwestern aus, nennen ihn Dummling.
Nun kommt das rätselhafte graue Männchen ins Spiel. Es beherrscht allerlei Zaubertricks, leidet aber unter Hunger und Durst. Sofort hilft ihm Dummling aus der Not und wird dafür reichlich belohnt: Er stolpert plötzlich über eine Gans, vollkommen aus Gold. Prompt begehrt das ganze Dorf die goldene Gans, doch jeder, der sie berührt, bleibt an ihr haften – außer dem Dummling. Schließlich klebt eine lange Schar Bürger an der Gans fest und als die Prinzessin die Schlange sieht, muss sie zum ersten Mal in ihrem Leben lachen.
Damit ist der Bann gebrochen und der oft verspottete Dummling heiratet die schöne Prinzessin.

Die fantasievolle Bühnenfassung der „Goldenen Gans“ von Raphael Protiwensky bleibt nah am Märchen der Brüder Grimm. Schnelle Szenenwechsel und lebendige Dialoge machen das Stück zu einem amüsanten Theaterereignis für Kinder und Erwachsene.

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde

Mi, 16.11.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Premiere
Di, 22.11.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Di, 22.11.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Mi, 23.11.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Mi, 23.11.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Do, 24.11.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Do, 24.11.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg entfällt
So, 27.11.16, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Mo, 28.11.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Mo, 28.11.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Di, 29.11.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Di, 29.11.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Mi, 30.11.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Mi, 30.11.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Do, 01.12.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Do, 01.12.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
So, 04.12.16, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Mo, 05.12.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Mo, 05.12.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Di, 06.12.16, 10.00 Uhr    Bestehornhaus Aschersleben
Mi, 07.12.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Mi, 07.12.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Do, 08.12.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Do, 08.12.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Fr, 09.12.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Mo, 12.12.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Mo, 12.12.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Mi, 14.12.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt ausverkauft
Mi, 14.12.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt ausverkauft
Do, 15.12.16, 09.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt ausverkauft
Do, 15.12.16, 11.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt ausverkauft
So, 18.12.16, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Mo, 19.12.16, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Fr, 23.12.16, 17.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Mo, 26.12.16, 17.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Restkarten
Mo, 13.03.17, 10.00 Uhr    Carl-Maria-von-Weber Theater Bernburg
Di, 14.03.17, 10.00 Uhr    Carl-Maria-von-Weber Theater Bernburg
Mi, 15.03.17, 10.00 Uhr    Carl-Maria-von-Weber Theater Bernburg
Mi, 15.03.17, 15.00 Uhr    Carl-Maria-von-Weber Theater Bernburg
Do, 16.03.17, 10.00 Uhr    Carl-Maria-von-Weber Theater Bernburg
Mi, 31.05.17, 10.00 Uhr    Heilbad Heiligenstadt
Do, 01.06.17, 09.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Inszenierung  Manuel Schmitt
Ausstattung  Pascal Seibicke
Dramaturgie  Sebastian Clar
Prinzessin Isolde  Lisa Marie Liebler
Johannn, genannt Dummling  Curdin Caviezel
Josef / Wirt  Julia Siebenschuh
Johannes / König  Mona Luana Schneider
Graues Männchen  Arnold Hofheinz
[…] Es wird poetisch. Die in märchenhaftem Blau, Rot und Grün ausgeleuchtete Bühne erscheint wie ein Pop-up-Buch, in dem es immer wieder neue Details zu entdecken gibt. Eine Tür schließt sich, und im nächsten Augenblick tut sich an anderer Stelle die nächste Überraschung auf. Die Kinder im Premierenpublikum staunen nicht schlecht, als sich Äste und Zweige durch Boden, Wand und Decke des Prinzessinnen-Zimmers schieben: Jetzt ist es ein Wald. Ein schicksalhafter Oft für Johann. Curdin Caviezel zeichnet den jüngsten der drei Söhne aus dem Märchen als schüchternen, gutgläubigen und hilfsbereiten Jungen, der sich die Hände wie ein nervöser Grundschüler an den Beinen reibt.
Bei solchen Geschwistern ist das auch kein Wunder: Mona Luana Schneider und Julia Siebenschuh sind ein hübsch derbes Gespann von Faulpelzen, die ihrem kleinen Bruder das Leben schwer machen. Doch die Schauspielerinnen können auch ganz anders: Während Siebenschuh als hinterlistige Wirtin über die Bühne schlendert, tippelt Schneider im roten Kleid über die Bühne und zeigt mit kleinen Gesten eine Königin, der die Situation zuweilen entgleitet, die aber stets um Contenance bemüht ist. Sie ist das ganze Gegenteil ihrer Tochter; Lisa Marie Liebler tollt als Prinzessin herum und bietet den Kindern im Publikum eine absolute Identifikationsfigur. [...]

Rita Kunze, Mitteldeutsche Zeitung


[…]Regie führt Manuel Schmitt und überzeugt mit einer kindgerechten Inszenierung voller Fantasie und Humor. […] Eine Aufführung, die auch jung gebliebenen Erwachsenen viel Freude macht, wie bei der Premiere in Quedlinburg festzustellen war. In der Musikwelt des Theaters aufgewachsen, wartete Manuel Schmitt auch mit einigen musikalischen Überraschungen (Themen aus Lohengrin) auf. Lebendige Dialoge, schnelle Szenenwechsel und teilweise schöne Kostüme (die Prinzessin und vor allem die Königin) machen das Stück zu einem amüsanten Theatererlebnis.
Dass das so funktionieren kann, ist in hohem Maße auch Pascal Seibicke (Ausstattung) zu danken. Ein Bett, ein multifunktionaler Kleiderschrank, ein ebenso multifunktionales Fenster zum Hinausklettern, für zauberhafte Auftritte und weitere Überraschungen, eine Kiste sowie eine in den Bühnenboden eingelassene, zu öffnende Klappe – mehr braucht es nicht, um ein aktionsreiches Spiel zu garantieren. […]
Das Stück lebt von Anfang an von vielen schönen Ideen. Zwei der schönsten sind das Schiff, das zu Land und zu Wasser fahren kann und vor allem die Verkörperung des Grauen Männchens durch eine Holzmarionette, geführt von Arnold Hofheinz. Hergestellt wurde die Figur von Anja Herbener.

Renate Petrahn, Volksstimme