Spielzeit
2018/19

Die Welt auf dem Monde

Dramma giocoso in drei Akten
Libretto nach Carlo Goldoni
Musik von Joseph Haydn
in einer Neubearbeitung von Susanne Knapp und Maxim Hofmann

Wie kann es nach Jahren vergeblichen Hoffens und Ausharrens drei befreundeten Opernprotagonisten gelingen, einem betuchten Alten mit offenkundigem Faible für fremde, außerirdische (Fantasie-)Welten endlich dessen Einwilligung zur durchaus lukrativen Hochzeit seiner beiden Töchter abzuringen und ihm bei dieser Gelegenheit auch noch das Dienstmädchen, auf das er selbst ein Auge geworfen hat, abspenstig zu machen? Indem Bonafede, dem Gutgläubigen, dank eines vermeintlich die Schwerkraft auflösenden Wundermittels eine Reise zum Monde vorgegaukelt wird! Und das geschieht in dieser verrückten, satirischen Illusions-Komödie mit größter Fantasie und Spielfreude und unter Aufbietung eines verblüffend großen Spektrums cleverer Überrumpelungsstrategien.
Die Oper Joseph Haydns wird am Nordharzer Städtebundtheater in einer vielversprechenden Neubearbeitung von Susanne Knapp und Maxim Hofmann auf die Bühne gebracht, die den Opernklassiker musikalisch behutsam von Ballast befreit, die Handlung auf herrlich unkonventionelle Weise „entschlackt“ und etliche unterhaltsame extraterrestrische Überraschungen für das Publikum parat hält.

Wir danken dem Theaterförderverein Halberstadt e.V. für die freundliche Unterstützung dieser Inszenierung.

Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden 40 Minuten (eine Pause)
Fotos: Ray Behringer

Sa, 15.09.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Premiere und Theaterfest
Sa, 22.09.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
So, 21.10.18, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Mi, 31.10.18, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
So, 18.11.18, 16.00 Uhr    Carl-Maria-von-Weber Theater Bernburg
Fr, 23.11.18, 19.30 Uhr    Theater Eisleben
Sa, 08.12.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Fr, 15.02.19, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
So, 17.02.19, 16.00 Uhr    Theater Wolfenbüttel
Fr, 29.03.19, 19.30 Uhr    Theater Bad Elster
Musikalische Leitung  MD Johannes Rieger
Inszenierung  Susanne Knapp
Knabenchor  Jan Rozehnal
Ausstattung  Jakob Knapp
Dramaturgie  Susanne Germer
Ecclitico, vorgeblicher Astrologe  Max An
Ernesto, ein Kavalier  Denis Lakey a. G.
Bonafede  Klaus-Uwe Rein
Clarice, Bonafedes Tochter  Runette Botha
Flaminia, Bonafedes Tochter  Benedicte Hilbert
Lisetta, Kammerzofe des Bonafede  KS Gerlind Schröder
Cecco, Diener des Ernesto  Tobias Amadeus Schöner
Bühnenmusiker und Kosmonaut  Maxim Hofmann
  Knabenchor und Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters
„(...) der Mond als Sehnsuchtsort der Menschen in einer ebenso gelangweilten wie chaotischen, von Handys, Tabletts und Selfies beherrschten Welt. Diese Idee wurde durch die Regie (Susanne Knapp) und Bühnenbild (Jakob Knapp) konsequent umgesetzt. Der Lebensstil des Prekariats wurde mit der Genauigkeit einer Kamera widergespiegelt (Handys, Chips und Bier). Herrlich die von Jakob Knapp geschmacklos-trashig entworfenen Kostüme. (...)“

Renate Petrahn, Volksstimme

„(...) die flott verjüngte, selten gespielte Haydn-Oper, deren Musik gelegentlich auf Mozarts „Zauberflöte“ vorausweist, hat alle Chancen, in einem voll besetzten Haus beim Publikum zu zünden. Regisseurin Susanne Knapp und Maxim Hofmann haben mit ihrer Neubearbeitung von „Die Welt auf dem Monde“ (gesungen wird auf Deutsch) nämlich auf ziemlich irdische Wiedererkennungseffekte gesetzt. (...)“

Dr. Joachim Lange, Volksstimme

„(...) Virtuelle und reale Welt hin oder her: Trashig, billig, bunt und durchgeknallt, mit schrägen Klamotten, die Jakob Knapp im Fundus ausgebuddelt hat, das klassische Opernpublikum reibt sich die Augen, äußerte bei der Premiere auch Missfallen. Doch was das Ensemble da musikalisch bietet, ist bester Haydn. Die in der Grundfarbe Pink gewandete Runette Botha ist darstellerisch außer Rand und Band - und singt mit warmem Sopran wie ihre liebreizende Bühnenschwester Benedicte Hilbert glänzende Koloraturen, Hörenswerte die Kavatine Buonafedes oder sein Duett mit Lisetta. Großes Lob zudem für ‚das familiäre Humankapital’, den Knabenchor, der auch als Kammer-Quartett zu erleben war. (...)“

Uwe Kraus, Mitteldeutsche Zeitung

„(...) Musikalisch gab es Solides, angefangen von der frisch musizierten Ouvertüre bis zu den von Jan Rozehnal einstudierten Jungens, die mit ihren hellen Stimmen kräftig mitsangen. Am Pult des gut disponierten kleinen Orchesters stand MD Johannes Rieger, der alles zusammenhielt und auf der musikalischen Ebene für angemessenen Schwung sorgte. (...)“

Gerhard Eckels, DER OPERNFREUND