Was wird sein?
Spielzeit 2017/18

Ein Maskenball

Oper in drei Akten
Libretto von Antonio Somma
nach dem Drama "Gustave III. ou le bal masqué" von Eugène Scribe
Musik von Giuseppe Verdi

Anlässlich eines im Hause des Bostoner Gouverneurs Riccardo ausgerichteten Maskenballs plant eine Gruppe von Verschwörern ein Attentat auf den Hausherren. Renato, loyaler Sekretär, Ratgeber und enger Freund des Gouverneurs, hält es für seine Pflicht, Riccardo über das geplante Mord-Komplott zu informieren. Doch dieser schlägt alle politischen Warnungen in den Wind. Seine Gedanken kreisen vielmehr um Amelia, deren Namen er auf der Liste der abendlichen Ballgäste findet. Dass er ihr, Renatos Ehefrau, in einer heimlichen Liaison leidenschaftlich den Hof macht, weiß nur das Objekt der Begierde – Amelia selbst. Diese ist sich der schwierigen Ambivalenz ihrer Gefühle bewusst. Verzweifelt erbittet sie von der Wahrsagerin Ulrica ein Zaubermittel gegen ihre unerfüllte Sehnsucht für Riccardo. Als auch der Gouverneur bei Ulrica erscheint, prophezeit sie ihm den baldigen Tod, denn der nächste, der ihm die Hand reiche, werde sein Mörder sein. Es ist Renato, der Riccardo per Handschlag begrüßt. Welche leidenschaftliche Dimension die Beziehung zwischen Amelia und Riccardo mittlerweile kennzeichnet, offenbart sich dem ahnungslosen Renato erst bei einer nächtlichen Rettungsaktion, einem erneuten Freundschaftsdienst für Riccardo. Jetzt ist der Schleier gelüftet und das unausweichliche Verhängnis nimmt seinen Lauf.

Wir danken dem Theaterförderverein Halberstadt und der Harzsparkasse für die freundliche Unterstützung dieser Inszenierung.

Aufführungsdauer: ca. 2 1/2 Stunden, eine Pause

Fotos: Ray Behringer

Sa, 04.11.17, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Premiere
Fr, 10.11.17, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
So, 19.11.17, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt
So, 26.11.17, 18.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Fr, 08.12.17, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Di, 26.12.17, 18.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
Sa, 03.02.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Fr, 09.02.18, 19.30 Uhr    Kulturhaus Salzwedel
Mi, 28.02.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
Musikalische Leitung  Kari Kropsu
Inszenierung  Werner Pichler
Ausstattung  Andrea Kaempf
Dramaturgie  Susanne Germer
Chor  Jan Rozehnal
Riccardo  Max An
Renato  Juha Koskela
Amelia  Annabelle Pichler
Ulrica  KS Gerlind Schröder
Oscar  Benedicte Hilbert
Silvano  Emil Roijer
Samuel  Norbert Zilz
Tom  Gijs Nijkamp
Ein Richter  Nathaniel Kondrat
Ein Diener  Jungwoo Jang
  Chor, Verstärkungschor und Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters
(...) Das Dreigestirn der Protagonisten bilden Annabelle Pichler, Juha Koskela und Max An. Sie bewegen sich im Kosmos von Leben, Liebe, Betrug und Tod. Dazu kommt die äußere Gefahr durch die omnipräsenten Verschwörer, gesungen von Norbert Zilz und Gijs Nijkamp. Auch wenn sie viele kleine, fast intime Momente hat, die Oper lebt an vielen Stellen von einem sehr gut präparierten Chor (Jan Rozehnal). Gefeiert wird vom Premierenpublikum Benedicte Hilbert in der Hosenrolle des Pagen Oscar. Sie meistert sicher ihre reinen Koloraturen, wirkt beweglich in der Führung ihrer Stimme und darstellerisch mit viel Ausstrahlung. Max An offenbart mit Spiellaune ein bemerkenswert klangschönes Timbre und Durchsetzungsfähigkeit. Er stellt sich den Herausforderungen der Figur, deren musikalische Spannbreite von Elegie bis zu fast Spielerischem reicht. (...)

Uwe Kraus, Mitteldeutsche Zeitung



(...) Der erste Kapellmeister Kari Kropsu stand am Pult. Förmlich strahlend war der transparente Orchesterklang im Aufleuchten der Gesangsmotive schon vom Vorspiel an. Ein traumhaft schönes Auskosten der Partitur, ein zartes Modellieren von Klängen. Er lies die Instrumente gleichermaßen wie die Solisten und den von Jan Rozehnal bestens studierten Chor sensibel hervortreten. Zu den Höhepunkten gehört der Eingangschor der Gegner und Anhänger des Gouverneurs und das große Liebesduett Amalia/Riccardo im zweiten Akt. Zu Recht steht Amalia mit ihrer verwundeten Seele bei Pichler im Mittelpunkt. Ihre todessüchtige Arie und die schmerzvolle Anklage Renatos im dritten Akt sind weitere Höhepunkte. (...)

Hans Walter, Halberstädter Volksstimme