Spielzeit
2018/19

Es war die Lerche

Ein heiteres Trauerspiel mit Musik
von Ephraim Kishon
Deutsch von Friedrich Torberg und Werner Wollenberger

Wenn Julia sich nicht am Knie gekratzt hätte, wäre Romeo schon längst tot gewesen. Ephraim Kishons „Es war die Lerche“ fängt an, wo Shakespeares Drama endet, und lässt das Liebespaar aller Zeiten in ehelichem Glück weiterleben. Aber wie geht es ihnen so nach 30 gemeinsamen Jahren? Und wie viel von der einst himmelstürmenden Liebe ist noch übrig geblieben? Romeos und Julias 'pubertätsrevoltierende' Tochter Lucretia findet, dass ihre Eltern überhaupt nichts von Liebe verstehen. Und wie kann man Zeit füreinander finden, wenn das Leben einer Endlosschleife aus Abwasch, Gesichtscreme und Wärmflaschen gleicht? Shakespeare dreht sich so heftig im Grab herum, dass er aufersteht: zu allgemeinem Ärger... Kishon schrieb ein durchaus heikles Trauerspiel, meint Regisseur Emil Roijer, „das mit Behutsamkeit unser Streben nach tiefen Begegnungen beschreibt“.

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde 35 Minuten (keine Pause)
Fotos: Ray Behringer

So, 16.09.18, 15.00 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Premiere
Sa, 22.09.18, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt
So, 07.10.18, 15.00 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg
Fr, 19.10.18, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt
Sa, 27.10.18, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg
So, 11.11.18, 18.00 Uhr    Kammerbühne Halberstadt ausverkauft
Sa, 08.12.18, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Karten
So, 30.12.18, 15.00 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Karten
So, 27.01.19, 15.00 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Karten
Sa, 23.02.19, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Karten
Mo, 04.03.19, 19.30 Uhr    Bad Nenndorf
Musikalische Leitung  Violetta Kollar
Inszenierung  Emil Roijer
Ausstattung  Andrea Kaempf
Dramaturgie  Susanne Germer
Romeo Montague  Norbert Zilz
Julia Capulet  Bettina Pierags
Shakespeare  Gijs Nijkamp
Lucretia  Bettina Pierags
Vater Lorenzo  Norbert Zilz
Puck  Violetta Kollar
„(...) Pierags-Mittvierzigerin Julia von Bluse bis Nachthemd recht heutig, Pierags ewig motzende Lucretia nicht minder jugendmäßig schwarz. An ihrer Seite dümpelt der einst so strahlende Romeo (Norbert Zilz) rettichschnurpselnd vor sich her, der die meiste Erotik im Dialog mit seiner bebrüsteten Wärmflasche Lisa empfindet. Einst Prototyp des ewigen Liebespaares trifft man nur noch auf frustierte Ehe-Krüppel fern jeder Romantik. (...)“

Uwe Kraus, Mitteldeutsche Zeitung

„(...) Genial die Tischplatte als schiefe Ebene in der Küche, die durchgehend als Kulisse dient. Brillant die drei Schauspieler/Sänger, die in fünf Rollen zu sehen und in wunderbarer Interaktion zu erleben sind. Norbert Zilz als Romeo, genannt Momo, gibt einen Mann, dessen beste Jahre schon vorbei sind und der Rettich kauend mit Hilfe von Wärmflasche Lisa, mit durchaus weiblichen Attributen ausgestattet, durchs Leben schlurft. Ihm zur Seite Bettina Pierags als meist nörgelnde Frau, die auch nach 30 Ehejahren immer noch attraktiv ist und genau weiß, was sie will. Mit einer atemberaubenden Maske ist Gijs Nijkamp als Shakespeare zu erleben, mit überlegenem patriarchalischen Gestus und Duktus. (...)“

Renate Petrahn, Volksstimme