Was wird sein?
Spielzeit 2017/18

Frau Müller muss weg

Komödie von Lutz Hübner und Sarah Nemitz

Die Zukunft unserer Kinder steht auf dem Spiel, denken die besorgten Eltern, und schuld daran ist die Lehrerin Frau Müller! Man hat gehört, dass die Noten der entscheidenden Übergangszeugnisse schlecht sein werden – ein Horrorszenario: Kommt mein Kind nicht aufs Gymnasium? Ist seine Karriere in Gefahr? Steht ihm vielleicht ein Leben in Hartz IV bevor? Das ist nicht akzeptabel, beschließen die entrüsteten Eltern und haben die Schuldige bereits gefunden: Frau Müller.
Die simple Lösung des Problems: Nicht das eigene Kind soll seine Leistungen verbessern. Sie fordern einfach: Frau Müller muss weg! Sie soll die Klasse wegen Unfähigkeit abgeben. Während des Elternabends werfen sie der Lehrerin alle erdenklichen Vorwürfe an den Kopf – und Frau Müller verlässt konsterniert den Raum. Die Eltern wähnen sich im Sieg, bis sie über eine Liste stolpern, auf der nur gute Noten stehen. Die Stimmung kippt. Frau Müller kann doch keine so schlechte Lehrerin sein, und sie darf keinesfalls gehen. Dies hat sie aber schon beschlossen. Können die Eltern Frau Müller noch umstimmen? Und ist wirklich Verlass auf die Notenlisten?
Lutz Hübner ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren. Mit „Frau Müller muss weg“ gelingt ihm eine treffende Komödie über Helikoptereltern und deren absurde Zukunftsängste. Humorvoll legt er die Befürchtungen einer verschüchterten Gesellschaft bloß: Was wird sein, wenn alles anders kommt als geplant?

Wir danken dem Musik- und Theaterverein Quedlinburg die freundliche Unterstützung dieser Inszenierung.

Aufführungsdauer: ca. 1 1/2 Stunden

Fotos: Ray Behringer

Fr, 02.03.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Premiere
Mi, 07.03.18, 10.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Fr, 09.03.18, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt ausverkauft
So, 18.03.18, 15.00 Uhr    Kammerbühne Halberstadt ausverkauft
Di, 20.03.18, 10.00 Uhr    Bestehornhaus Aschersleben
Fr, 23.03.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg ausverkauft
Mi, 04.04.18, 09.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg geschlossene Veranstaltung
So, 08.04.18, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
So, 29.04.18, 15.00 Uhr    Kammerbühne Halberstadt ausverkauft
Fr, 18.05.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Sa, 26.05.18, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt ausverkauft
Inszenierung  Sebastian Wirnitzer
Bühnenbild und Kostüme  Andrea Kaempf
Dramaturgie  Daniel Theuring
Sabine Müller  Karoline-Anni Reingraber
Marina Jeskow  Lisa Marie Liebler
Katja Grabowski  Swantje Fischer
Patrick Jeskow  Stefan Werner Dick
Jessica Höfel  Elisa Ottersberg
Wolf Heider  Sebastian Borucki
„(...) Wirnitzer hat ein prima Ensemble zur Seite. Karoline-Anni Reingraber wird ihrer Lehrerinnen-Rolle allein schon durch ihre äußere Ausstrahlung gerecht. Wie sie ihre Überraschung ob der Vorwürfe und des Misstrauensantrages der Eltern spielt, als Vollblut-Pädagogin auch mal aus der Haut fährt und Klartext redet, ist sehenswert. Denn die Eltern sehen ihre Brut falsch, die verschießt schmerzhafte Papierkügelchen, fälscht primitiv Entschuldigungen und leidet an Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Doch die Eltern machen Lehrer für die miserablen Noten ihrer Wunderkinder verantwortlich. Regisseur Wirnitzer lässt die Akteure auf einem Grat wandeln, sie aber nicht in die Karikatur abgleiten. Eine Wiederbegegnung hat das Publikum mit Elisa Ottersberg, die hier früher in „Totenauberg“, „Clavigo“ oder die Pippi Langstrumpf spielte. Sie ist ganz die von ihrer Tochter gestresste Ministerialbeamtin, die dominant Fäden zieht und die Meinungsführerschaft übernimmt. Aber auch als sich das Blatt überraschend wendet, als Elternsprecherin eine Kehrtwendung macht. (...)“

Uwe Kraus, Mitteldeutsche Zeitung

„(...) 90 Minuten lang ist das Publikum Zeuge einer facettenreichen Handlung, die dank treffsicherer Dialoge und unerwarteter Kehrtwendungen dem hoch motivierten Schauspielensemble alle Möglichkeiten für ein emotionsgeladenes und bestens interagierendes Spiel bietet. (...) Dank der stringenten und schnörkellosen Regie von Sebastian Wirnitzer, Dramaturgie Daniel Theuring, haben sie die Zuschauer ohne Umwege erreicht und ihnen einen ebenso heiteren wie nachdenklichen Theaterabend garantiert. Die Komödie „Frau Müller muss weg“ ist eine ideale Spielwiese für das Schauspielensemble. Ohne Unterschiede haben alle Mitwirkenden ihren ganz spezifischen Auftritt, der auch Raum für Zwischentöne lässt, die mit großer Spielfreude vermittelt werden. (...)“

Renate Petrahn, Volksstimme