#Es_ist_Liebe
Jubiläumsspielzeit 2016/17

Harold und Maude

Schwarze Komödie von Colin Higgins

Harold ist 19 und steht am Rand der Gesellschaft. Ein Aussteiger mit sonderbaren Hobbys: Er treibt sich gerne auf Schrottplätzen rum, tüftelt an skurrilen Apparaturen und besucht Beerdigungen. Ihn fasziniert alles Morbide – eine Katastrophe für seine angepasste Mutter! Sie legt großen Wert auf Etikette, pflegt soziale Kontakte und führt ein zutiefst bürgerliches Leben.
Harold kann keine wirkliche Beziehung zu ihr aufbauen und findet sie oberflächlich. Nur einmal spürt er eine Art Bindung: Harold belauscht zwei Polizisten, die seiner Mutter mitteilen, er sei gestorben. Sie reagiert schockiert und zeigt erstmals wahre Gefühle für ihn. Seitdem versucht er, die Aufmerksamkeit seiner Mutter zu wecken – mit schockierend inszenierten Scheinselbstmorden.
Bei einer Beerdigung trifft er Maude, 79 Jahre alt, unangepasst und voller Lebensfreude – ein skurriles, ungleiches Paar. Maude zeigt ihm das unbeschwerte Leben – impulsiv, draufgängerisch, hedonistisch.

Colin Higgins schuf eine kuriose Geschichte des Aufbegehrens, der Selbstfindung und der Suche nach dem Glück. In „Harold und Maude“ thematisiert er humorvoll zwei gesellschaftliche Tabus: den selbstbestimmten Tod sowie die Liebe eines jungen Mannes zu einer älteren Frau.

Aufführungsdauer: 2 Stunden


Fr, 24.02.17, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Premiere ausverkauft
Fr, 03.03.17, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt
Do, 09.03.17, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg ausverkauft
Sa, 18.03.17, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt ausverkauft
Sa, 25.03.17, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg ausverkauft
Fr, 07.04.17, 10.00 Uhr    Kammerbühne Halberstadt geschlossene Veranstaltung
Fr, 07.04.17, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Karten
So, 23.04.17, 15.00 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Karten
So, 30.04.17, 15.00 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Karten
Sa, 20.05.17, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Karten
Sa, 27.05.17, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Karten
Inszenierung  Philip Jenkins
Ausstattung  Wiebke Horn
Dramaturgie  Sebastian Clar
Harold  Curdin Caviezel
Maude  Helga Wahrlich
Mrs. Chasen  Julia Siebenschuh
Dr. Mathews / Pater Finnegan / Inspektor Bernard  Stefan Werner Dick
Sylvie Gazel  Mona Luana Schneider
Nancy Mersch  Swantje Fischer
Sunshine Dore / Mr. Murgatroyd  Lisa Marie Liebler
Das Ensemble der grotesken Komödie liefert ein Hohelied auf den Optimismus und freien Willen. [...] Gleich die erste Szene macht klar, dass das Publikum hier was zu lachen hat. Julia Siebenschuh treibt die affektierte Art der Mrs. Chasen so gekonnt auf die Spitze, dass man Mitleid mit Harold bekommt und sich wundert, dass er nicht etwa sie umbringen möchte.
Gerade bei den Scheinselbstmorden glänzt der 24-jährige Curdin Caviezel (Harold) mit vielsagender Mimik. [...] Was die 77-jährige Helga Wahrlich ihre Maude auf die Frage, ob sie nie Angst hätte, so überzeugend sagen lässt, könnte auch im Hier und Heute gelten [...] Das ungleiche Paar agiert vor schlichter Kulisse – bei zwei derart extremen Charakteren ist die Bühne auch so voll genug. [...]

Bianca Müller, Mitteldeutsche Zeitung


Eie feinsinnige Inszenierung von Philip Jenkins. [...] Zwei unterhaltsame Stunden, augenscheinlich Komödie pur, absurd und voller Skurrilität, dann aber sind es die feinen Untertöne, die nachdenklich stimmen [...].
In Curdin Caviezel (Harold) und Helga Wahrlich (Maude) als Gast hat Regisseur Philip Jenkins zwei Mimen zur Verfügung, die nicht nur altersmäßig ihrer Rolle nahe kommen, sondern auch über das Potenzial verfügen, ihre Figuren glaubhaft und überzeugend zu gestalten. [...] Stefan Werner Dick ist gleich dreifach besetzt. Als Psychiater, Pfarrer und Polizist gibt er einen beeindruckenden Beweis seiner Wandlungsfähigkeit. Umwerfende Mona Luana Schneider, Swantje Fischer und Lisa Marie Liebler in den Rollen dreier heiratswütiger junger Damen [...]. Angesichts der beengten Raumverhältnisse der Neuen Bühne hat Wiebke Horn ein minimalistisches Bühnenbild gestaltet. Genial ihre Gegenüberstellung der zwei Welten. Die Welt der Angepassten und die Welt von Maude sind nur durch einen Vorhang getrennt, der je nach Spielsituation geöffnet oder geschlossen wird. [...]

Renate Petrahn, Volksstimme