#Es_ist_Liebe
Jubiläumsspielzeit 2016/17

2. Sinfoniekonzert

Klassik & Vision

Dirigent: Nurhan Arman
Solist: Jonathan Müller, Trompete
Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters

Aram Chatschaturjan „Maskerade“ – Orchestersuite
Joseph Haydn Trompetenkonzert Es-Dur Hob. VIIe: 1
Jan Arvid Prée „das große lalula" – Assoziationsetüde für großes Orchester
Uraufführung (Auftragswerk des Kuratoriums Stadtkultur e.V.)
Ludwig van Beethoven 2. Sinfonie D-Dur op. 36

Aram Chatchaturjan war ein Landsmann des armenischen Dirigenten Nurhan Arman, der bereits zum zweiten Mal in unseren Konzerten zu Gast ist. „Maskerade“ entstand 1941 zunächst als Bühnenmusik für das gleichnamige Theaterstück von Michail Lermontow, bald darauf stellte der Komponist daraus die fünfteilige Konzertsuite zusammen. Das berühmte Walzerthema machte später übrigens vielseitig Karriere, sei es als Filmmusik zu „Krieg und Frieden“, sei es bei verschiedenen Eiskunstlauf-Darbietungen.

Für das virtuose Trompetenkonzert von Joseph Haydn konnten wir den jungen Solotrompeter des Leipziger Gewandhausorchesters gewinnen. Das prächtige Werk haben wir einer Neuentwicklung des Hoftrompeters Anton Weidinger zu verdanken, der eine „Klappentrompete“ zur Erweiterung der instrumentalen Möglichkeiten erfunden hatte. Diese neuen Optionen bei Melodie und Tonumfang, welche die spätere Entwicklung der Ventiltrompete weiter optimieren sollte, inspirierten den 64-jährigen Haydn zu seinem letzten Solokonzert.

Der junge Nachwuchskomponist Jan Arvid Prée hat während der Orchesterwerkstatt 2016 Begeisterung ausgelöst. Er gewann den Kompositionsauftrag des Kuratoriums Stadtkultur e.V. und hat nun für das 2. Sinfoniekonzert ein neues Stück geschaffen: "das große lalula" - eine Assoziationsetüde für großes Orchester.

Krönender Abschluss des Konzertabends ist Beethovens 2. Sinfonie aus dem Jahr 1802, welche trotz seiner beginnenden Ertaubung von einer verblüffend positiven Grundstimmung erfüllt ist. Beethoven versuchte, seiner Lebenskrise mit Hoffnung zu begegnen, wie er in einem Brief aus der Entstehungszeit der Sinfonie kämpferisch formuliert: „Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht!“

Mit freundlicher Unterstützung der Harzsparkasse. Das Konzert ist ein Projekt des Deutschen Musikrats, gefördert durch die GVL und den Deutschen Musikwettbewerb.

Fr, 11.11.16, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Sa, 12.11.16, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Theaterpreisverleihung