
Wer kennt ihn nicht, den kleinen sympathischen hölzernen Taugenichts, den Meister Geppetto aus einem Holzscheit schnitzte und dessen Nase, immer dann, wenn er lügt, ein kleines bisschen länger wird! Pinocchio möchte ein richtiger Junge aus Fleisch und Blut werden. Damit sich dieser Traum tatsächlich erfüllen kann, braucht er natürlich liebevolle, hilfreiche Begleiter. Glücklicherweise begegnet er der guten Fee. Und es bedarf natürlich einer Menge guter Vorsätze. Z.B. immer fleißig in der Schule lernen zu wollen. Doch schon auf dem Weg dorthin lauern Ablenkung und Gefahr. Pinocchio begegnet Kater und Fuchs, zwei eigenartigen Gesellen, die ihn fortan begleiten werden. Für den kleinen Holzbengel beginnt eine spannende Reise. Überall lauern brenzlige Abenteuer und merkwürdige Verwandlungen Es passiert viel sei es in einem Marionettentheater, in der Wüste, im Schlaraffenland oder am Meer, ehe sich Pinocchio und Meister Geppetto wiederfinden.
Termine
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| Sa, |
12.11.11, |
15.00 |
Uhr |
Großes Haus Halberstadt
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Premiere |
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| Do, |
17.11.11, |
10.00 |
Uhr |
Großes Haus Halberstadt
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| So, |
27.11.11, |
16.00 |
Uhr |
Heilbad Heiligenstadt
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| Di, |
29.11.11, |
10.00 |
Uhr |
Großes Haus Halberstadt
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| Do, |
01.12.11, |
10.00 |
Uhr |
Staßfurt
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| So, |
04.12.11, |
15.00 |
Uhr |
Großes Haus Halberstadt
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| Di, |
06.12.11, |
10.00 |
Uhr |
Großes Haus Halberstadt
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ausverkauft |
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| Do, |
08.12.11, |
10.00 |
Uhr |
Großes Haus Quedlinburg
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| Sa, |
10.12.11, |
19.00 |
Uhr |
Herford
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| Do, |
15.12.11, |
10.00 |
Uhr |
Großes Haus Quedlinburg
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Restkarten |
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| Sa, |
17.12.11, |
15.00 |
Uhr |
Großes Haus Quedlinburg
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Restkarten |
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| Di, |
20.12.11, |
10.00 |
Uhr |
Großes Haus Halberstadt
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ausverkauft |
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| So, |
25.12.11, |
19.30 |
Uhr |
Großes Haus Quedlinburg
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| Mo, |
26.12.11, |
18.00 |
Uhr |
Großes Haus Halberstadt
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| So, |
22.01.12, |
15.00 |
Uhr |
Großes Haus Quedlinburg
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Besetzung
| Inszenierung und Choreographie | Jaroslaw Jurasz |
| Ausstattung | Kordula Kirchmair-Stövesand |
| Musik | Irineos Triandafillou |
| Pinocchio | Jaume Bonnin / Stephan Müller |
| Meister Gepetto | Daniel James Butler |
| Die gute Fee | Katia Alves de Alencar |
| Marionettenspieler | Liang-Che Chien |
| Fuchs | Judith Speckmaier |
| Kater | Kimiko Koo |
| Lehrer | Ute Karadimow |
| Prinzessin | Tiana Lara Hogan |
| Räuber | Ann-Kristin Miltzow |
| Harlekine | Kinder- und Jugendballett |
| Freche Jungens | Ballettensemble und Tanzstatisterie des Nordharzer Städtebundtheaters |
| Schüler | Jaume Bonnin / Stephan Müller / Tanzstatisterie |
| | Ballettensemble, Kinder- und Jugendballett und Tanzstatisterie des Nordharzer Städtebundtheaters |
Pressestimmen
Schon länger sah man am Nordharzer Städtebundtheater kein so opulent wirkendes Weihnachtsmärchen wie mit "Pinocchio" in diesem Jahr. [...]
Jaroslaw Jurasz schuf zu Musik von Irineos Triandafillou ein wunderschön anzusehendes Kinderballett, das sich auf wesentliche Erkenntnisstationen des Holzbengels fokussiert. Beide gehören mit Ausstatterin Kordula Kirchmair-Stövesand zu dem erfolgreichen Trio, das bereits im Sommer bei den Domfestspielen mit "Maria Magdalena" eine bemerkenswerte Ballett-Inszenierung schuf.
Bei der Uraufführung am vergangenen Samstag erklang Irineos Triandafillous Musik aus der Konserve. Er schuf sie so gar nicht lyrisch-seicht, sondern dramatisch, mit einer kraftvollen, südländischen Anmutung und klarer Hinwendung zu den Schlaginstrumenten und großen Xylophon-Bögen. Kordula Kirchmair-Stövesands Bühnenbild und die Kostüme der Akteure kommen so kunterbunt und kindgerecht leicht daher, dass das Schauen eine Freude ist. Das Haus von Tischler Gepetto wirkt hölzern-gediegen mit vielen kleinen Schnitz-Accessoires, zahlreiche Filmsequenzen entfalten Wüsten- oder Strandatmosphäre. Selbst der erquickende Regen fällt von der Leinwand.
In der Titelrolle erlebt der Zuschauer Stephan Müller, dessen Tanz ausdrucksstark und kräftig wirkt, zumeist quicklebendig statt hölzern und sperrig. Tänzerisch, aber auch mit Hilfe ihrer Gewänder werden die unterschiedlichen Wegbegleiter von Pinocchio charakterisiert. Judith Speckmaier als Fuchs und der Kater von Kimiko Koo wirken dabei tänzerisch besonders profiliert angelegt, ohne dass sie ihre Figuren dem Bösen preisgeben. Jaroslaw Jurasz treibt in allen Figuren die Tanzkunst nicht auf die absolute Spitze, sondern offenbart erneut eine sichere Hand für Charaktere. Katia Alves de Alencar schwebt als die gute Fee mit dem blauen Haar gerade so, wie sich Kinder das Helfend-Gute wünschen, im Glitzer-Tütü über die Bühne. Sie ist es, die der von Gepetto geschnitzten kleinen Holzpuppe Leben einhaucht. Puppenspieler Liang-Che Chien offenbart durchaus etwas Dämonisches und erschreckt das Publikum zuweilen. Und doch gefällt der Tänzer in dieser Rolle durch sein wild-gerötetes Aussehen. [...]
Fasziniert von den Irrungen, den skurrilen Figuren, den guten und noch nicht geläuterten Typen, feierte das Premierenpublikum das Inszenierungsteam und die immerhin 14 Darsteller, darunter viele gestandene Tanzstatisten.
Dass bei der Uraufführung mehr Erwachsene auch ohne Kinder die Reihen füllten, belegt, "Pinocchio" ist keineswegs nur ein Kinderstück. Vielleicht lässt uns der Wicht in einen Spiegel schauen und wir sehen dann Holzköpfe?
Uwe Kraus / Mitteldeutsche Zeitung
Ballettmeister Jaroslaw Jurasz machte für die Festtags-Kinder-Inszenierung das, was er immer macht: Er richtete ein Stück Welt-Literatur für die wortlose Interpretation durch Tänzer ein, erzählt eine Geschichte durch Körper und Kostüm, durch Musik und Masken, durch Bühnenbild und Beleuchtung. [...]
Pinocchio mit der langen Nase will so gern ein richtiger Junge aus Fleisch und Blut werden. Das war eine Traumrolle für den ausdrucksstarken, gelenkigen, sprunggewaltigen Tänzer Stephan Müller in der Premierenvorstellung, in den folgenden 14 Vorstellungen alterniert er mit Jaume Bonnin.
Der Grieche Irineos Triandafillou schuf in bewährter Weise die Musik. Sie wirkt sinfonisch-dramatisch, aber hat wenig lyrische Momente; sie wurde von der CD eingespielt.
[...] Jurasz wählte markante Episoden aus dem vor 130 Jahren erschienenen Buch aus, die Szenografin Kordula Kirchmair-Stövesand schuf ihm die Räume und Personen: Wie eine aus Brettchen zusammengeleimte farbige Szenerie mit Bäumen und Werkstatt die Welt des Schnitzermeisters Gepetto (Daniel James Butler), belebt durch eigenwillige Charaktere. Sie sind gut und böse, fantasievoll-märchenhaft wie real, tierisch wie menschlich, sind hauchzarte Traumgebilde wie bedrückender Albdruck.
Den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen dabei Fuchs und Kater (Judith Speckmaier und Kimiko Koo) - zwei in ihrer Bewegungssprache genau erfassten Protagonisten, liebevoll durch die Kostüme charakterisiert, wie die weiße Maus als Nahrungs-Vorrat des Katers oder der wie ein Pelz um den Hals gelegte Fuchsschwanz. Zwei elegant zum Bösen verführerische Typen, hervorragend getanzt, aber niemals eindeutig.
[...]Der Weg zur Menschwerdung ist weit, er führt Pinocchio durch Wüste und Meer, lässt ihn Schiffbruch erleiden und - wie Jona im Alten Testament - in den Bauch eines Walfischs geraten.
Zum Schluss ist er zum Menschen gereift. Acht Minuten Applaus - und das in einer Familienvorstellung!
Hans Walter / Volksstimme