#Es_ist_Liebe
Jubiläumsspielzeit 2016/17

3. Sinfoniekonzert

Totentanz & Lebensfreude

Dirigent: MD Johannes Rieger
Solistin: Nurit Stark, Violine
Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters

Modest Mussorgsky Sinfonische Dichtung „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“
Benjamin Britten Violinkonzert op. 15
Nikolai Rimsky-Korsakow 3. Sinfonie C-Dur op. 32
Bereits zum vierten Mal begrüßen wir die junge Geigerin Nurit Stark als Solistin in unseren Sinfoniekonzerten, diesmal mit einem raren Meisterwerk des 20. Jahrhunderts. Der überzeugte Pazifist Benjamin Britten verarbeitete in seinem 1939 entstandenen Violinkonzert die bedrohliche Situation unmittelbar vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs musikalisch.

Nikolai Rimsky-Korsakow durchlebte der Familientradition folgend zunächst eine Marineausbildung auf der Kadettenschule St. Petersburg und wurde anschließend für drei Jahre auf ein Kriegsschiff kommandiert, bevor er ab 1871 eine Professur für Komposition und Instrumentationslehre antreten konnte. Er gilt als einflussreichster Vertreter des sogenannten „Mächtigen Häufleins“ und wurde zum Lehrer vieler bedeutender Komponisten wie Strawinsky, Prokofjew und Glasunow. Seine ursprünglich 1873 entstandene 3. (und letzte) Sinfonie unterzog Rimsky-Korsakow nach der Uraufführung einer umfassenden Überarbeitung, da ihm sein eigenes Werk zu trocken und überladen vorgekommen war. In der endgültigen Version von 1886 ist die Sinfonie dann ein großartiges Beispiel seiner Instrumentationskunst und formalen Meisterschaft, welches außerhalb Russlands viel zu selten gespielt wird.

Ein wichtiger Aspekt seines Wirkens war auch die Verbreitung und Bearbeitung der Musik von Modest Mussorgsky, wobei seine glättenden Eingriffe heute durchaus umstritten sind.
Nikolai Rimsky-Korsakows berühmte Fassung von Mussorgskys einzigem echten Orchesterwerk „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ wurde zu einem der meist gespielten russischen Konzertstücke, welches auch mehrfach Verwendung als Filmmusik fand. Der Bearbeiter erweitert den ursprünglichen Hexensabbat mit schwarzer Messe auf dem Berg des Triglaw um einen friedlichen Schluss, wofür er musikalisches Material aus Mussorgskys unvollendeter Oper „Der Jahrmarkt von Sorotschini“ nutzte.

Fr, 27.01.17, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt
Sa, 28.01.17, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg