
| Sa, 01.09.12, 16.00 Uhr | ➥ Waldbühne Altenbrak | |||||
| So, 02.09.12, 15.00 Uhr | ➥ Wasserschloss Westerburg | |||||
| So, 14.10.12, 15.00 Uhr | ➥ Großes Haus Halberstadt | Premiere | ||||
| So, 21.10.12, 15.00 Uhr | ➥ Großes Haus Quedlinburg | ausverkauft | ||||
| Mi, 07.11.12, 15.00 Uhr | ➥ Großes Haus Quedlinburg | |||||
| Do, 22.11.12, 15.00 Uhr | ➥ Großes Haus Halberstadt | |||||
| Sa, 02.02.13, 15.00 Uhr | ➥ Großes Haus Halberstadt | |||||
| So, 10.02.13, 15.00 Uhr | ➥ Großes Haus Quedlinburg | |||||
| Sa, 16.03.13, 15.00 Uhr | ➥ Großes Haus Halberstadt | |||||
| Musikalische Leitung | MD Johannes Rieger |
| Inszenierung | Birgit Kronshage |
| Ausstattung | Kordula Kirchmair-Stövesand |
| Kapitän Blaurein, hanseatisches Urgestein | Klaus-Uwe Rein |
| Hein Zilz, Eventmanager und Mädchen für alles | Norbert Zilz |
| Dolores, Chefstewardess | Bettina Pierags |
| Herta Brömsel, Pauschaltouristin | Edith Jeschke |
| Ein asiatischer Weltenbummler | Xiaotong Han |
| Ein blinder Passagier, später Möchtegern-Gigolo | Ingo Wasikowski |
| Ein russischer Neureicher | Juha Koskela |
| Mascha und Mausi, seine Begleiterinnen | Amrei Wasikowski / Thea Rein |
| Die Crew / Showtruppe / Reisende | Ballettensemble |
| Orchester und Ballett des Nordharzer Städtebundtheaters |
Ein vergnüglicher Unterhaltungsdampfer
[...] Rieger hatte als musikalische Fracht sehr treffsicher viele Titel aus Operetten und Musicals ausgewählt, die die Handlung flüssig vorantreiben. Zur rundweg überzeugenden Ensembleleistung. Gesungen wurde ohne Mikrofon [...]. „Ol’ man river“ aus „Showboat“ von Jerome Kern, „Joseph, ach Joseph“ aus „Madame Pompadour“ von Leo Fall, „Seemann, hast du mich vergessen“ aus „In Frisco ist der Teufel los“ von Guido Masanetz, „Hallo, du süße Klingelfee“ aus „Tanz ins Glück“ von Robert Stolz, „Die Männer sind alle Verbrecher“ aus „Wie einst im Mai“ von Walter Kollo oder „Es steht ein Soldat am Wolgastrand“ aus der „Der Zarewitsch“ von Franz Lehar.
Die Werke werden relativ selten gespielt. Es ist das Verdienst des „Traumschiffs Operette“, den Zuhörern gute Laune beim Wiederhören dieser Musik zu bereiten. Die „Blume von Hawaii“ von Paul Abraham blühte ebenso auf wie der „Frühling in San Remo“ aus „Maske in Blau“ von Fred Raymond. Aus den Hits entstand quasi eine neue Operette. [...]
Hans Walter / Volksstimme
Traumschiff ankert am Jodler-Kai
[…] Was macht so eine Operetten-Gala aus? Hits, die in die Ohren kriechen, verbindende Worte dazwischen und ein Thema, das sich durch die Inszenierung rankt. Alles richtig gemacht, kann man da zum „Traumschiff Operette“ sagen, jener Revue über ein Kreuzfahrtschiff, das nicht so recht vom Kai wegkommt. Dank der ideenreichen Ausstatterin Kordula Kirchmair-Stövesand fühlt sich der zuschauende Passagier umgeben von maritimen Gestalten wirklich auf großer Fahrt statt auf einer Bode-Paddeltour.
Birgit Kronshage (Inszenierung) und der musikalische Leiter, Intendant Johannes Rieger, sorgen mit ihrer Inszenierung für viel Beifall und Stimmung. Dabei setzen sie nicht auf alte Fregatten und Schlachtschiffe, sondern auf in diesem Genre erfahrene Künstler und viele aktuelle Bezüge. […] wer genauer hinhört, stößt nicht nur auf Kreuzfahrt-Klischee-Sätze, sondern die Texter flechten eher unaufdringlich Nachdenkenswertes in die Worte des asiatischen Weltenbummlers (Xiatong Han) oder von Edith Jeschke als Pauschaltouristin Herta Brömsel ein.
[…] Es wird viel mit Sprache gespielt, wenn es „Rollmops statt Kaviar“ gibt oder „der Labskaus in der Pfanne verrückt wird“ und „Ein Lied von Blut, Schweiß und Tränen“ erklingt. Dank des wacker auftanzenden Balletts bleibt das auf Reede liegende Kreuzfahrtschiff auch stets in äußerer Bewegung. […]
Uwe Kraus / Mitteldeutsche Zeitung