Der Vampyr

Romantische Oper von Heinrich Marschner, Text von Wilhelm August Wohlbrück

Zu mitternächtlicher Stunde erwarten Geister und Hexen ihren Herrn und Gebieter. Der Meister erscheint – und mit ihm Lord Ruthven, ein Vampir, der den Höllenfürsten um Verlängerung seines Erdendaseins bittet. Unter der Bedingung, dass Ruthven der Hölle innerhalb von vierundzwanzig Stunden drei Jungfrauen zuführt, erhält er eine weitere Gnadenfrist. Zwei junge Mädchen, Janthe und Emmy, werden zur leichten Beute. Zwar entdeckt Aubrey sehr bald das schreckliche Geheimnis des Vampirs, muss ihm aber als seinem einstigen Lebensretter schwören, noch vierundzwanzig Stunden darüber zu schweigen. Doch was geschieht mit Malwina? Kann Aubrey, der junge Gutsverwalter, seine heimliche Geliebte vor dem nahenden Unheil schützen? Denn auch sie erkor Ruthven zum nächsten Objekt seiner blutigen Begierde. Der Vampir spielt die gesamte Klaviatur seiner Verführungskünste aus, um ihrer vor Ablauf der ihm bewilligten Erdenfrist habhaft zu werden. Wird es ihm gelingen oder naht unaufhaltsam die ewige Verdammnis?

Schon zu Lebzeiten des Komponisten wurde die 1828 in Leipzig uraufgeführte Oper auch international zum großartigen Triumph. Heute jedoch gehört sie – sehr zu Unrecht – immer noch in die Kategorie der selten zu erlebenden Opern-Raritäten. Vor allem ihr grausiger Stoff übte seine unleugbare Faszination auf das Publikum aus und ließ den VAMPYR zum Ausgangs- und Höhepunkt der romantischen Geister- und Märchenoper avancieren.

Mit freundlicher Unterstützung des Theaterfördervereins Halberstadt

Musikalische Leitung  MD Johannes Rieger
Inszenierung  Hinrich Horstkotte
Ausstattung  Hinrich Horstkotte
Sir Humphrey, Lord von Davenaut  Gijs Nijkamp
Malwina, seine Tochter  Bettina Pierags
Edgar Aubry, Anverwandter des Hauses Davenaut  Tobias Amadeus Schöner
Lord Ruthven  Juha Koskela
Sir Berkley  Klaus-Uwe Rein
Janthe, seine Tochter  Nina Schubert
George Dibdin, in Davenauts Diensten  Xiaotong Han
Emmy, George Dibdin's Braut  Annabelle Pichler
James Gadshill  Ki Soo Yoo
Richard Scrop  Carol-Virgil Herca
Robert Green  Norbert Zilz
Toms Blunt  Klaus-Uwe Rein
Suse, Blunt's Frau  Marlies Sturm
Der Vampyrmeister  Klaus-Uwe Rein
Ein Diener Berkleys  Norbert Zilz
  Orchester, Opernchor und Statisterie des Nordharzer Städtebundtheaters

Schön schaurig

[… Der VAMPYR wird oft als missing link zwischen Weber und Wagner charakterisiert. Das wird dem Stück nicht ganz gerecht, das durchaus selbstständig als packendes Musiktheater funktioniert. Die Partitur peitscht die Handlung in langen Bögen voran, Streichertremoli der Gruselszenen kontrastieren mit den lieblichen Bläsermelodien des Liebespaares und derben, ausgelassenen Volkstümlichkeiten, wie sie Wagner später der norwegischen Besatzung von Dalands Schiff zuschreibt.

Das Nordharzer Städtebundtheater in Halberstadt und Quedlinburg hat jetzt Marschners VAMPYR neu herausgebracht. Johannes Rieger, Musikdirektor und Intendant, treibt der Partitur alle schwüle Romantik aus; forscht, direkt und analytisch ist sein Blick; hörbar holt er die Details heraus und verhindert so, dass die Härte und Brutalität des Geschichte in klangschwelgerischer Schönheit untergeht. Dazu kommen starke Stimmen aus dem Ensemble. Juha Koskela besitzt alles andere als einen strahlend ungebrochenen Heldenbariton: Markant grummelnd, böse bramarbasierend, machtvoll dröhnend sing er die Hauptfigur, den schwitzenden Vampir Ruthven […]. Bettina Pirags wird als erkältet angekündigkt, man hört es nicht: schlank, transparent, trotzdem kraftvoll ist ihr Sopran. Auch Tobias Amadeus Schöner als ihr Geliebter Edgar – eine Figur, die sich in Wagners Erik wieder findet – hinterlässt mit helltönendem Tenor starken Eindruck.

Hinrich Horstkotte hat als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner in Personalunion für diese Produktion einen suggestiven gotischen Kircheninnenraum geschaffen, der ständig neu ausgeleuchtet wird und gehörig Grusel und Grauen erzeugt. […] Vielleicht ein Tick zu geschichtsverliebt sind seine historischen Kostüme, und der Chor hat Schwierigkeiten mit den Einsätzen. Davon abgesehen aber ist dies eine mitreisende Produktion, die eine unverständlicherweise nur selten gespielte Oper auf die Bühne zurückbringt.

Udo Badelt / Opernwelt


Drei zarte Bräute sollen geopfert werden

Halberstadts Operngemeinde feierte am Freitag ihr Nordharzer Städtebundtheater für eine großartige Ensembleleistung von Heinrich Marschners “Der Vampyr”. Fast elf Minuten stehende Ovationen bei vollem Haus!

Der “Vampyr” in dieser Inszenierung von Hinrich Horstkotte (geboren 1972) ist ein Gesamtkunstwerk. Schon zur Pause gab es drei Minuten Applaus. Dabei sind der Komponist Heinrich Marschner und das Libretto seines Schwagers Wilhelm August Wohlbrück fast in Vergessenheit geraten. In den letzten 25 Jahren wurde die Oper höchstens zehnmal in Deutschland inszeniert. Aber wer einmal das Blut des “Vampyrs” geleckt hat, kommt wohl davon nicht mehr los, wie Chefdramaturgin Susanne Range, die das Werk schon 1998 am Opernhaus Halle/Saale herausbrachte.

Marschner (1795-1861) gilt als Vorreiter Carl Maria von Webers und Richard Wagners, er brachte das seit Goethe und Lord Byron literarisch in Mode kommende Vampirthema als erster auf die Opernbühne. Seine Musik changiert zwischen deutscher Liedhaftigkeit und italienischem Belcanto - betörend schön, mit Innigkeit, Witz, Geheimnis. […]

Eine Sternstunde der großen romantischen Oper! Was das Nordharzer Städtebundtheater hier nach nur fünf Wochen Probenzeit leistete, ist in seinen Resultaten wirklich fantastisch. Hinrich Horstkotte und MD Johannes Rieger formten mit dem Ensemble inszenatorisch und musikalisch aus eigener Kraft ohne Gäste einen ganz großen Abend.

Worüber soll man mehr jubilieren? Über die Kunstfiguren und das wandlungsfähige Bühnenbild im Stil Caspar David Friedrichs? Es spielt mit Perspektive und Tiefe eines sakralen Raums. Über den Malsaal, die Werkstätten, die Technik? Über das Lichtdesign? Kühl und düster einerseits, andererseits mit warmem Licht gezeichnet wie alte Gemälde. Über die Akrobatik der getöteten Mädchen in ihren Gräbern? Über die lyrischen wie hochdramatischen Sängertableaus? Ganz großartig! Über die Chöre (Einstudierung: Jan Rozehnal)? Jeder Satz war verständlich und überdies glänzend gespielt; herrlich das Zecherquartett. Über das Orchester und sein feines Spiel? Über kostbare Kostüme, Schuhe, Perücken und typisierende Masken, über die Accessoires? Werthaltigstes Biedermeier - aber immer ironisch gebrochen durch eine an Marionetten erinnernde Figurensprache. Über die Leistung der AnkleiderInnen? Einfach über alles!

Wer diesen “Vampyr” verpasst, bringt sich um ein Glanzlicht der Oper in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus!

Hans Walter / Volksstimme



Mit bösem Biss

[…] Multitalent Hinrich Horstkotte nimmt als Regisseur, Kostüm- und Bühnenbildner diese Vorlage in gewohnter Manier auf. Schließlich gilt er als einer der profiliertesten Opernregisseure, der im vergangenen Jahrzehnt am Nordharzer Städtebundtheater von „Der Barbier von Sevilla“ über „Zar und Zimmermann“ bis den Theaterpreis gekrönten „Hoffmanns Erzählungen“ eine prägnante Inszenierungshandschrift entwickelte.

[…]Horstkotte führt die zwölf Solisten und den bestens präparierten Chor (Jan Rozehnal) zu einer überzeugenden Ensemble-Leistung […].

Juha Koskela artikuliert in der Titelrolle selbst mit Vampir-Zähnen klar und wirkt mit seinem markanten Bariton den Bräuten gegenüber sehr fordern. […]

Tobias Amadeus Schöner entwickelt aus der Rolle des Edgar Aubry kraftvolle tenorale Klänge und vermag als verschmähter Schwiegersohn sinnlich zu schmachten. Die Opfer-Rollen sind mit Nina Schubert (Janthe Berkley) und Anabelle Pichler (Emmy) besetzt. Nicht nur, dass sie passabel singen, sie sterben auch recht theatralisch. Da hilft auch das sehr bildhafte Barmen von Emmys Bräutigam George Dibdin (Xiaotong Han) wenig. […] Bettina Pierags wird durch die Malwina-Aufgabe erneut gefordert und meistert sowohl solistisch als auch in den Duetten ihre Aufgabe sicher und gerade in ihren Koloraturen klangschön. Musikalisch bietet die romantische Oper eine Reihe Herausforderungen, denen sich das Orchester unter Leitung von MD Johannes Rieger engagiert stellt. […] Da kommt Schauerstimmung auf, wenn die Streicher- und Bläserklängen nervös zitternd die Blutlosigkeit der Leiber nachzeichnen. Spannung schaffen die unteren Orchester-Stimmen, die ein gerüttelt Maß Bedrohlichkeit aus dem Graben quellen lassen, wenn der Vampir mal wieder auf dem Verführungstrip ist.

Letztlich fährt selbst Hinrich Horstkotte beim satten Schlussapplaus seine Vampir-Zähne aus. Denn wer hat schon eine Inszenierung von ihm gesehen, die nicht von kräftigem Augenzwinkern geprägt wird?

Uwe Kraus / Mitteldeutsche Zeitung



Mit Blut vom letzten Biss

[…] Horstkotte setzt diese Schauergeschichte in Kostümen der Entstehungszeit praktisch eins zu eins um, bebildert mit gediegenen Tableaus diese Vampir-Sage. Brechungen oder Ironie sind da sehr fern, unfreiwillige Komik dagegen nicht. Bilderbuch-Pickwickier in karierten Anzügen, langen Haaren und Bärten machen Jagd auf den Vampir, zusammen mit einem Kutten-Chor. Und wenn dann der wütende und trauernde Vater Sir Berkley auf den Vampir-Lord schießt, hat der noch das Blut vom letzten Biss im Gesicht, sinkt hernieder und singt. Es wird theatralisch gesprochen und der von Jan Rozehnal gut einstudierte Chor muss „sprechende“ Gesten machen, die schon ausgestorben schienen.

Nur wenn sich ein schunkelnder Trinkerchor am Wirtshaustisch am schönen Schrecken weidet oder die gemeuchelten Bräute wie Unheilssymbole im Salon umherirren, blitzt mal auf, dass es auch um den Einbruch des wohligen Schauders in die Bürgerlichkeit gehen könnte. Doch solche Doppelbödigkeit ist der Inszenierung weitgehend fremd.

Musikalisch dagegen kann sich dieser „Vampyr“ durchaus hören lassen, das Orchester unter Intendant und Musikdirektor Johannes Rieger spielt den leisen Grusel, aber auch die grellen Bläsereffekte über dunklen Streichern lustvoll, malt die musikalischen Effekte schön aus, ohne ins Klischee zu fallen. Juha Koskelas Vampyr ist leider wenig dämonisch, Annabelle Pichler dagegen singt ganz anrührend die Emmy, eine der Vampirbedrohten Bräute. […]

(Die vollständige Rezension finden Sie hier)

Ute Grundmann / die deutsche bühne



Halberstadt: Der Vampyr von H. Marschner. Premiere

[…] Nun also wieder einmal „Der Vampyr“: in Halberstadt. Das Nordharzer Städtebundtheater, gerade erneut von schleichender Ausblutung durch Kürzungen vergleichsweise minimaler Summen bedroht, hat den Regisseur Hinrich Horstkotte mit einer Neuinszenierung betraut. […]

Horstkotte erzählt eine Biedermeiertragödie, die im Abstand von fast 200 Jahren zum Teil zur Komödie wird. Das geschieht nicht nur unfreiwillig, sondern folgt einem Plan. […]

Am Ende bleibt aber auch das Konzept mit seinen Zitaten aus Biedermeier, Stummfilm und alter Theaterkonvention verschwommen, reicht über eine kurzweilige, skurril-gruslige Geschichte nicht hinaus. Manchmal meinte man, Ansätze einer gedanklichen Weiterführung zu erkennen. […] Das Abgründige, mit dem etwa Werner Herzog das Erwachen des Vampyrs Jonathan Harker gezeigt hat, holt die Halberstädter Inszenierung nicht ein: Es bleibt bei der Horrorkomödie á la „Tanz der Vampire“.

Musikalisch finden wir am Nordrand des Harzes ein Orchester, das hin und wieder mit interessanten Klangmischungen aufwartet und sich nie zu laut in den Vordergrund spielt. Aber die Musiker unter Leitung von MD Johannes Rieger – sein Vater Fritz Rieger hat einst die wohl beste „Vampyr“-Aufnahme beim Bayerischen Rundfunk eingespielt – kommen bei fast jeder anspruchsvollen Stelle aus dem Tritt. Rieger wählt nicht immer schlüssige Phrasierungen, aber angemessene Tempi. Und er versucht, Marschners Musik im Lichte ihrer fortschrittlichen Seiten, nicht ihrer kapellmeisterlichen Reminiszenzen zu lesen. Das gelingt zum Beispiel in der grandiosen Szene des zweite Akts, in der Lord Ruthven sein eigenes Schicksal schildert. Jan Rozenahls kleiner Chor versucht, aus den misslichen akustischen Umständen der kleinen Bühne das Beste zu machen.

Unter den Sängern profilieren sich die Damen, vor allem Bettina Pierags als Malwina: Sie kennt das lyrische Schwärmen ebenso wie die dramatische Attacke und singt die Braut, die am längsten Widerstand leistet, ohne Forcieren, mit stets rundem, gestütztem Ton. Die Emmy Annabelle Pichlers überzeugt im halb theatralisch, halb verängstigt vorgetragenen Tonfall ihrer berühmten, leider auf zwei Strophen gekürzten Ballade. Die Wandlung von der neckischen Braut zum traurigen Mädchen, das schließlich der Magie des düster-eleganten Lords verfällt, zeigt sie mit Anmut. Auch das erste Opfer, Janthe, wird von Nina Schubert mit
leichtem, wenn auch etwas gebrochen timbrierten Sopran, glaubhaft dargestellt.

Schwerer hat es Juha Koskela als Lord Ruthven. In seiner Eröffnungsarie „Ha, welche Lust“ singt er oft kurzatmig und drängelnd, mit flatternd-ungestütztem Vibrato und zu wenig Farben für die unterschiedlichen Emotionen. Im Lauf des Abends fängt sich der finnische Bariton und kommt im zweiten Akt zu einer stimmlich abgesicherten Identifikation mit seiner Rolle, die den Zuschauer in seinen Bann schlägt. Tobias Amadeus Schöner als Aubry kämpft mit den Ansprüchen der Partie: ein zu grell emittierter Tenor mit störend dominantem Metall. Klaus-Uwe Rein deklamiert den Vampyrmeister, als wolle er eine Persiflage einleiten. 
Unter den zahlreichen kleineren Rollen gab es viel Schatten, aber auch Licht – etwa bei Xiatong Hans George und Klaus-Uwe Reins Tom Blunt. Festzuhalten ist: Halberstadt hat sich mit viel Engagement eines vernachlässigten Werkes angenommen und damit ein günstiges Licht auf die Leistungsfähigkeit kleiner Bühnen geworfen. Wer das missachtet, nimmt der Kultur unseres Landes Wesentliches weg.

(Die vollständige Rezension finden Sie hier)

Werner Häußner / Der neue Merker


Nosferatu beißt sich im Nordharz fest

[...] Musikalisch knüpft Marschner, der 1861 als Kapellmeister in Hannover starb, direkt an Webers Wolfsschlucht an: Streichertremoli, Geisterchor und schräge Töne, wo das Böse weilt, zarte Unschuldsmelodien für das Liebespaar. Tobias Amadeus Schöner gelingt es als Aubry mit kernigem Tenor seine geliebte Malwina von dem Vampir fernzuhalten. Bettina Pierags als Malwina neigt in der Höhe zu einem merkwürdig umflorten Flimmern, das den Eindruck der feinen lyrischen Mittellage stört.
Zwei andere Mädchen waren dem Vampir schon erlegen, davon hat Annabelle Pichler als Emmy den substanzvollsten Sopran. Ihr Lied vom „bleichen Mann“ kündigt schon Sentas Ballade aus Wagners „Fliegendem Holländer“ an, auch er ein untoter Außenseiter. Doch statt Wagners Tod und Verklärung erwartet Marschners erotisierenden Grenzgänger der Untergang: Juha Koskela darf mit seinem kraftvollen und farbenreichen Bariton noch seinen Sturz erklären, doch der Verdammnis entgeht er nicht. Ohne das dritte Opfer muss er im Grab versinken.
Regisseur Hinrich Horstkotte orientiert sich an Stummfilm-Gestik, Nosferatu lässt grüßen. Das soll womöglich distanzieren, führt aber zu unfreiwilliger Komik. Erst zuletzt Bekenntnis, Horstkotte bricht das Happyend: Der Held Aubry wird selbst zum Vampir, der Schluss-Kuss für Malwina ist ein Biss, die Umstehenden entblößen ihre Zähne. Die Begierde glüht eben in allen.
Das Stück ist eine spannende Wiederentdeckung. Johannes Rieger bringt mit dem Orchester viele Farben der Partitur zum Klingen, Abstriche in Präzision und Differenzierung gibt es. Doch der romantische Grusel, die dramatische Wucht gelingen. Und begeistern das Publikum, inclusive einer beachtlichen Menge bleicher, schwarzgekleideter Fans – die Vampire sind unter uns!

Andreas Berger / Braunschweiger Zeitung