Was wird sein?
Spielzeit 2017/18

Wind der Freiheit

IMPULS Jugendprojekt

Regie: Astrid Vehstedt
Musik: Cenk Erbiner
Filmproduktion: Sascha Kummer

„Einst lebte in Bagdad ein Seidenhändler, der hatte eine schöne Tochter...“ – So beginnen die Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht. Sie sind Inbegriff unserer Kultur und unseres kulturellen Gedächtnisses, wie die Region im Zweistromland Euphrat und Tigris als Wiege unserer Kultur gilt. Seit Jahren wird diese Region von Kriegen und Terrorattacken heimgesucht, doch auch wenn Bauten zertrümmert werden, immer sind es die Geschichten, die weiterleben.

Im neuen Projekt des IMPULS-Festivals sollen Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden werden und zwei Kulturen miteinander in Dialog treten: die orientalische und die des Okzidents. Zwei Städte spielen dabei eine Rolle: Bagdad, in der heutigen Zeit, und Magdeburg, während der Wirren des 30-jährigen Krieges.

In Halberstadt erzählen junge Migranten und deutsche Jugendliche einander, unterstützt von Musik und Film, in arabischer und deutscher Sprache die Geschichte „Der Wind der Freiheit“ und kommentieren damit die aktuelle politische Lage. So wie aus einer Geschichte aus Tausendundeiner Nacht immer wieder eine neue hervorgeht, so entsteht auch hier aus einer Geschichte eine andere, mit wechselnden Erzählperspektiven. Im Zentrum stehen dabei Texte irakischer zeitgenössischer Schriftstellerinnen. Die Musik für moderne und orientalische Percussion wird geschrieben von dem türkischen Komponisten Cenk Erbiner. Der Film übersetzt den arabischen Teil der Geschichte und und erweitert mittels Bildsprache den Horizont der gesamten Erzählung. Sascha Kummer, vielfach prämierter jungen Filmemacher aus Leipzig, konnte dafür gewonnen werden. Die Regie liegt in den Händen der Berliner Regisseurin und Autorin Astrid Vehstedt.