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Im weißen Rössl

Im weißen Rössl

Singspiel in drei Akten von Ralph Benatzky
Text von Hans Müller und Erik Charell
nach dem gleichnamigen Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg
Regelmäßig fallen Busladungen von Touristen wie Heuschrecken in Josepha Vogelhubers idyllisch gelegenem Gasthof ein und sorgen für Trubel. Den in die resolute Wirtin verliebten Oberkellner Leopold kann das nicht erschüttern. Eher schon, dass sein Vorsatz, Josepha endlich für sich zu erobern, angesichts der Vielzahl gegenläufiger...
Regelmäßig fallen Busladungen von Touristen wie Heuschrecken in Josepha Vogelhubers idyllisch gelegenem Gasthof ein und sorgen für Trubel. Den in die resolute Wirtin verliebten Oberkellner Leopold kann das nicht erschüttern. Eher schon, dass sein Vorsatz, Josepha endlich für sich zu erobern, angesichts der Vielzahl gegenläufiger Interessenlagen im illustren Kreis liebeshungriger Logiergäste platzen könnte.

Birgit Kronshage beschreibt die Qualitäten des Benatzky-Klassikers wie folgt: „Ein beschauliches Hotel am See, in dem die Uhren noch anders gehen. Geranien vor den Fenstern, Vögel und auch Menschen singen, der Himmel ist blau, die Sonne lacht (jedenfalls meistens) – so lässt man sich seinen Urlaub gern gefallen. Bedient wird man hier von einem charmanten Oberkellner, einem gewitzten Piccolo und einer attraktiven Wirtin – und die einzigen Sorgen, die man sich machen muss, bestehen darin, ob man das richtige Zimmer bekommt und – natürlich – ob das mit der Liebe wohl klappt. Postkartenidylle pur. Hier wird die Sehnsucht nach der heilen Welt gewissermaßen auf die Spitze getrieben, und wenn nicht ab und zu ein grantelnder Berliner alles in Frage stellen würde, wäre es nahezu unerträglich. Dass ausgerechnet der am Leben schon sehr gereifte Kaiser Franz Joseph schließlich alles wieder zurechtrücken muss, was im Laufe des Geschehens aus den Fugen geraten ist, setzt dem Ganzen die Krone auf. Mit schrulligen Typen, einer gehörigen Portion Ironie und einer Mischung aus Berliner Schnauze und österreichischem Schmäh entführte diese Operette mitten in der Weltwirtschaftskrise in die perfekte Urlaubsweltidylle. So lädt sie auch heute noch dazu ein, die Krisen dieser Welt für ein paar Stunden unbeschwerten Reisezaubers hinter sich zu lassen. Schon nach der Uraufführung hieß es, dass jeder nach dem Besuch des ‚Weißen Rössl‘ das Theater als ‚Optimist‘ verlassen müsse. Das wäre nicht das Schlechteste.“

Vorstellung

Premiere: 25.12.2020, 19:30 Uhr, Großes Haus Quedlinburg

Hinter den Kulissen

Musikalische Leitung
Fabrice Parmentier
Inszenierung
Birgit Kronshage
Ausstattung
Sabine Lindner
Dramaturgie
Susanne Germer
Opernchor
Jan Rozehnal
Choreographie
Was Presse & Gäste sagen

Stimmen

Die Spielfreude des Ensembles zündet. (…) Allesamt inklusive der spielfreudigen (Chor-)Besucher im Rössl lassen sich mit Lust auf ihre Typen ein. Das funktioniert auch deshalb so gut, weil Fabrice Parmentier im Graben die Hitmechanik mit seinen Harzer Sinfonikern wie geschmiert am Laufen hält.
Joachim Lange
Volksstimme
Ein Abend des geteilten Glücks zwischen (...) dem beeindruckenden Ensemble des Städtebundtheaters und dem begeisterten Publikum.
Renate Petrahn
Volksstimme
Das Rössl-Abenteuer lebt von überdrehten Typen, die dem auf den ersten Blick ziemlich belanglosen Heimatstück den richtigen Pfiff geben.
Uwe Kraus
Mitteldeutsche Zeitung

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