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Otello

Otello

Oper von Giuseppe Verdi
Libretto von Arrigo Boito
Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Eine Explosion: der Vorhang hebt sich in dieser vorletzten Oper Giuseppe Verdis und ein Sturm bricht los. Dieser Ausbruch der Elemente steht als Zeichen für die Kräfte einer todbringenden und alles verschlingenden Intrige. In seiner eng an Shakespeare angelehnten Version des Dramas findet Verdi zu einer völlig neuen Ausdrucksstärke. Mit an...
Eine Explosion: der Vorhang hebt sich in dieser vorletzten Oper Giuseppe Verdis und ein Sturm bricht los. Dieser Ausbruch der Elemente steht als Zeichen für die Kräfte einer todbringenden und alles verschlingenden Intrige. In seiner eng an Shakespeare angelehnten Version des Dramas findet Verdi zu einer völlig neuen Ausdrucksstärke. Mit an Ekstase grenzender Gefühlstiefe beschreibt er Otellos Herz und Seele, sieht ihn als den großen Heerführer und gleichzeitig als weidwundes Tier, das, von Eifersucht verzehrt, blindlings Rache sucht. Das Orchester gleicht einem Lavastrom, der mit mächtigen und feurigen Stimmen dahinfließt. Giuseppe Verdis melodisches Gewebe verdichtet sich und schlägt alles mit seinem Zauber in Bann.

Vorstellung

Premiere: 05.11.2022, 19:30 Uhr, Großes Haus Halberstadt

Hinter den Kulissen

Musikalische Leitung
Inszenierung
Werner Pichler
Ausstattung
Gretl Kautzsch
Dramaturgie
Opernchor
Jan Rozehnal
Fotograf
Jan Arndt

Besetzung

Se Jun Park
Se Jun Park
Roderigo
Dobrin Alexandrov
Dobrin Alexandrov
Ein Herold
Ivi Anne Karnezi
Ivi Anne Karnezi
Desdemona
Zinzi Frohwein
Zinzi Frohwein
Desdemona
Opernchor des Nordharzer Städtebundtheaters
Opernchor des Nordharzer Städtebundtheaters
Soldaten, Matrosen, Adlige, Volk
Verstärkungschor des Nordharzer Städtebundtheaters
Verstärkungschor des Nordharzer Städtebundtheaters
Soldaten, Matrosen, Adlige, Volk
Harzer Sinfoniker
Harzer Sinfoniker
Was Presse & Gäste sagen

Stimmen

Wie Ivi Karnezi lyrischen Liebreiz entwickelt, das schlichte „Lied vom Weidenbaum“ darbietet und mit sakraler Anmutung das letzte „Ave Maria“ singt, begeistert die Zuhörer, die sie nicht minder herzerweichend beim letzten Abschied von Emilia erleben. Mezzo Regina Pätzer singt klangvoll und differenziert die Gattin Jagos, leidet unter...weiterlesen
Wie Ivi Karnezi lyrischen Liebreiz entwickelt, das schlichte „Lied vom Weidenbaum“ darbietet und mit sakraler Anmutung das letzte „Ave Maria“ singt, begeistert die Zuhörer, die sie nicht minder herzerweichend beim letzten Abschied von Emilia erleben. Mezzo Regina Pätzer singt klangvoll und differenziert die Gattin Jagos, leidet unter dessen Intrigantentum fast körperlich und spielt empathisch anteilnehmend. Als Cassio macht Francisco Huerta nicht nur tenoral eine gute Figur, sondern auch im Spiel, während Gijs Nijkamp einen bassstarken Lodovico vom Schiff auf die Bühne treten lässt. Juha Koskela gewinnt als Jago zunehmend an dämonischem Ausdruck…  …. Giuseppe Verdi hat dem Bariton große Arien und Duette aufs Notenblatt geschrieben. Koskela meistert diese Passagen höhensicher mit stimmlicher Flexibilität, aber auch körperlich in seinem Auslug hoch über der Bühne. Sein Credo überzeugt, beeindruckend, wie er mit Pianissimo-Tönen das Gift der Eifersucht in Otellos Seele infiltriert, dagegen klingt er beim Racheschwur wie robust aufstampfend. Und irgendwo beim Pausen-Sekt fragt sich der Premieren-Gast, warum dieser Typus Jago mit „fake news“ und „alternative facts“ zunehmend besser ankommt. Weil die Gesellschaft so zutiefst verlogen agiert? … Max An singt Otello, diesen „Zugezogenen“ mit einer Bandbreite von sehr lyrisch bis zum Forte. Besonders gefällt die Zartheit im Liebesduett mit Desdemona, wenngleich Max An sich auch auf ausladende Passagen versteht.weniger lesen
Uwe Kraus
Mitteldeutsche Zeitung

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