Spielzeit
2019/20

Döner zweier Herren (Hunger integriert)

Komödie von John von Düffel, frei nach Carlo Goldoni

Sie haben richtig gelesen: Döner, nicht Diener zweier Herren. Obwohl: Die Figuren in John von Düffels Neufassung des Goldoni-Klassikers entspringen geradewegs der Commedia dell`Arte Vorlage und sind so über alle Zeiten theatermodern, dass sie federleicht in unserer Zeit, genauer gesagt als heiteres Sommervergnügen bei uns im Harz, landen können. Kemal Eckeneckezi, der wandelnde Migrationshintergrund, hat Hunger und ist auf der Suche nach Arbeit und Liebe. Als Diener zweier Herren erhofft er sich auch doppelt so viel Essen. Mit seiner schlitzohrigen, nur scheinbaren Naivität entlarvt er trefflich die Engstirnigkeit und Gier seiner Mitmenschen und beweist dabei höchste Intelligenz und geschicktes Einfühlungsvermögen. Und wie es sich gehört, zum glücklichen Ende finden sich drei verliebte Paare.

Für die Veranstaltungen im Schlossgarten Blankenburg hat das nahegelegene Schlosshotel Arrangements zusammengestellt. Klicken Sie hier für weitere Informationen.


Di, 31.12.19, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Premiere Karten
Di, 31.12.19, 19.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Sa, 18.01.20, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
Sa, 08.02.20, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
So, 01.03.20, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Sa, 07.03.20, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
Fr, 27.03.20, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
So, 19.04.20, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Mo, 20.04.20, 19.30 Uhr    Kulturforum Bad Nenndorf
Sa, 02.05.20, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Do, 21.05.20, 18.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt letztmalig Karten
Inszenierung  Arnim Beutel
Ausstattung  Arnim Beutel
Dramaturgie  Daniel Theuring
Gundolf, Gastronom, Hotelbesitzer, Schwabe  Stefan Werner Dick
Rosi, seine sehr heiratsfähige Tochter  Swantje Fischer
Doktor Lombard, Winkeladvokat  Arnold Hofheinz
Siegfried, sein - na ja - Sohn/Kellner  Lutz Faupel
Beatrice, unter dem Namen Federico Rasponi  Anne Wolf
Florian Müller, auch genannt "der Stecher"  Jonte Volkmann
Blondina, Türkin und Gastronomiearbeiterin bei Gundolf  Julia Siebenschuh
Kemal Eckeneckezi, wandelnder Migrationshintergrund  Eric Eisenach
„(...) Eisenach gleicht einer wandelnden Super-Hose. In der versteckt er sich nicht nur selbst, sondern daraus zaubert er alle Dinge des Lebens von der Klosettpapierrolle bis zum festgenähten Löffel, um stets auf die vollen Teller zugreifen zu können. Dabei knüpft er zarte Bande zur liebevoll sächselnden Blondina, die im prallen Dirndl beim schlitzorigen Gastrobetrüger Gundolf jobbt. Wer passt dabei besser ins Dirndl und zum anderen „Gastarbeiter“ Kemal als die spielstarke Julia Siebenschuh. Am Ende der regnerischen Döner-Suche sind alle Stereotypen bedient, jegliche politische Korrektheit vergessen, (...) Dass gleich drei erstmal glückliche Ehen mit türkischen, sächsischen, italienischen und badischen Partnern geschlossen werden, ist unterm Strich nicht zu verachten. „Dönerwetter“, was da auf die Bühne gebracht wird. (...)“

Uwe Kraus, Mitteldeutsche Zeitung

„(...) Mit von Düffels „Döner zweier Herren“ in der Inszenierung von Arnim Beutel kommt eine Komödie ins Nordharzer Städtebundtheater, die viele Leute genießen werden. Nicht aufgrund des Namens oder wegen des möglich aufkommenden Hungers, sondern wegen des fantastischen Ensembles, welches die verzwickte Problematik mit viel Humor, Charme und sogar Intelligenz auf die Bühne bringt. Denn wer hier eine Komödie mit lauter Flachwitzen erwartet, der wird möglicherweise enttäuscht werden. Es sind vielmehr die Situationen und das Miteinander der Figuren, welche die Inszenierung zu einem besonders amüsanten Erlebnis machen. Und genau die prägen sich in den Köpfen der Zuschauer ein. (...)“

Anna-Lena Kramer, www.anna-lena-kramer.com

„(...) Auch im „Döner zweier Herren“ liefert das Schauspielensemble des Städtebundtheaters eine geschlossene Leistung. Jedem der Mimen gelingt es, seine Figur individuell und facettenreich anzulegen. (...) Zu der erheiternden, gelegentlich überdrehten Spielweise gehören neben der Anlage der Figuren auch die Dialekte, die ebenso wesentlich für das Ironisierende des Stückes sind. (...)“

Renate Petrahn, Volksstimme