Spielzeit
2020/21

Familie Braun

von Manuel Meimberg

Plötzlich ist alles anders. Thomas, bekennender Nazi, ist Vater. Vater von Lara, einem Kind mit Migrationshintergrund, dessen Mutter abgeschoben wird.Thomas, der am liebsten mit seinem Freund und Mitbewohner Kai rechtspopulistische YouTube-Videos dreht und Bier trinkt, wird nun im Alltag mit der kindlichen und entwaffnenden Naivität seiner Tochter konfrontiert. Das Nordharzer Städtebundtheater hat das Theaterstück Familie Braun am 19.09.2019 uraufgeführt. Regisseur Sebastian Wirnitzer hatte großen Spaß daran auszuloten, wie man wieder heil aus dem „Loch der Nazi-WG“ rauskommt.

Manuel Meimberg ist seit fast 20 Jahren Drehbuchautor. Nach ein paar Jahren bei verschiedenen Soaps in Köln und Berlin hat er sich dann irgendwann als Drehbuchautor und Regisseur selbstständig gemacht. Heute schreibt er unter anderem die Drehbücher für SOKO Leipzig.

Wir danken folgenden Sponsoren für die freundliche Unterstützung dieser Produktion: Musik- und Theaterverein Quedlinburg e.V., Halberstädter Würstchen- und Konservenvertriebs GmbH, Autoverwertung Kaltschmidt & Chmelik GmbH & Co. KG.

Deutschlandradio Kultur sendete am 09.03.2019 einen Beitrag über diese Inszenierung. Diesen hören Sie hier.

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde 45 Minuten (keine Pause)
Fotos: Ray Behringer

Mi, 28.10.20, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Karten
So, 01.11.20, 18.00 Uhr    Stadttheater Minden
Sa, 07.11.20, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Karten
Fr, 20.11.20, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Karten
Mo, 23.11.20, 19.45 Uhr    STADEUM Stade
Fr, 11.12.20, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Karten
Sa, 23.01.21, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Karten
Mo, 25.01.21, 19.00 Uhr    Scharoun Theater Wolfsburg
Di, 26.01.21, 10.00 Uhr    Scharoun Theater Wolfsburg
Di, 26.01.21, 14.00 Uhr    Scharoun Theater Wolfsburg
Sa, 06.02.21, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Karten
Di, 02.03.21, 10.00 Uhr    Carl-Maria-von-Weber-Theater Bernburg
Mi, 03.03.21, 10.00 Uhr    Carl-Maria-von-Weber-Theater Bernburg
Mo, 15.03.21, 19.30 Uhr    Bad Nenndorf
Inszenierung  Sebastian Wirnitzer
Bühnenbild und Kostüme  Andrea Kaempf
Video  Stefan Ulrich
Dramaturgie  Daniel Theuring
Thomas, Laras Vater  Eric Eisenach
Kai, Mitbewohner von Thomas  Jonte Volkmann
Lara, Tochter von Thomas  Ananya Bönisch / Samara Broß
Julia, Ex-Freundin von Thomas  Anne Wolf
Hamid, Freund von Julia  Stefan Werner Dick
Herr Beerenkamp, Laras Deutschlehrer  Stefan Werner Dick
Nicole, Vermeintliche Bewerberin  Swantje Fischer
Teddy, Halbbruder von Nicole  N.N.
Video:  
Malaika, Laras Mutter  Benita Sarah Bailey
WG-Bewerber  Jan Rosenbladt
WG-Bewerber  MD Johannes Rieger
WG-Bewerber  Max An
Polizist 1  Arnold Hofheinz
Wirt Bertram  Bertram Beier
Holger  Daniel Theuring
Malte  Benedikt F. Schörnig
Fischi  Christian Fischer
Köppe  Jens Jürgens
Marianne  Charlotte Hohlstein
Thorben Schneider  Gabriel Seltenheim
„(...) der Drive stimmt, die Pointen sitzen. Wie schon in der Serie muss man N-Wörter im Dutzend ertragen und auch damit rechnen, dass das Publikum an Stellen lacht, wo’s einen eigentlich würgen müsste. Aber dafür erlebt man, wie ein vermeintlich Verlorener zu denken, noch wichtiger: zu fühlen beginnt. (...)“

Georg Kasch, nachtkritik.de

„(...) 90 Minuten lang folgten Pointen auf Pointen, gelegentlich auch ein Kalauer, die das Publikum nicht nur zum Schmunzeln, sondern zum lauten Lachen brachten. (...)“

Renate Petrahn, Volksstimme

(...) Sein Vorgänger habe das Stück als ‚für das Städtebundtheater nicht umsetzbar’ gehalten, sagt Dramaturg Daniel Theuring. ‚Aber wir müssen gucken, dass wir junge Zuschauer für uns gewinnen.’ (...)“

Rita Kunze, Mitteldeutsche Zeitung

„(...) Jeder gefahrene Kilometer und jeder ausgegebene Cent ist es wert, Wirnitzers Inszenierung von „Familie Braun“ am Harztheater zu sehen. Die Schauspieler stecken viel Leidenschaft in ihre Rollen und haben sichtlich Spaß an ihrer Arbeit. Neben den typischen Klischees überrascht das Ensemble zusätzlich mit kreativen Ideen, um der Problematik für rund zwei Stunden ein wenig die Schwere zu nehmen. (...)“

Anna-Lena Kramer, https://anna-lena-kramer.com

„(...) ‚Familie Braun’ ist eine Komödie, die das rechtsradikale Gedankengut anhand der ungewöhnlichen Situation geschickt entlarvt, ohne dabei überheblich zu wirken. Samara Broß spielte dabei wunderbar die kleine Lara, die sich aus Unwissenheit überhaupt nicht durch das große Hakenkreuz im Zimmer oder das Adolf-Hitler Portrait an der Wand einschüchtern ließ. (...)“

Robert Stockkamp, WAZ Wolfsburg

„(...) Das Stück reiht Pointen wie eine Perlenkette, man kann herzlich lachen in dieser Inszenierung eines Stücks, dem man die Herkunft als Soap anmerkt – aber erfrischend ist. Ein Stück das sich mit Wortwitz und ohne erhobenen Zeigefinger einem schwierigen Thema nähert. (...)“

Sabine Scholz, Volksstimme