Spielzeit
2018/19

Familie Braun

Try Out
von Manuel Meimberg

Plötzlich ist alles anders. Thomas, bekennender Nazi, ist Vater. Vater von Lara, einem Kind mit Migrationshintergrund, dessen Mutter abgeschoben wird. Thomas, der am liebsten mit seinem Freund und Mitbewohner Kai rechtspopulistische Youtube-Videos dreht und Bier trinkt, wird nun im Alltag mit der kindlichen und entwaffnenden Naivität seiner Tochter konfrontiert. Schnellstmöglich will er sie wieder los werden, aber alle Versuche scheitern, auch eine Internet-Auktion schlägt fehl...
Mit schwarzem Humor, wundervollem Sprachwitz, aber auch Empathie nähert sich das Stück „Familie Braun“ dem heiklen Thema Rechtsextremismus. Die Versuchsanordnung stellt die Figuren vor ein Dilemma, das nicht zu lösen ist, und die Zuschauer fiebern amüsiert dabei mit.

Vom ZDF als Miniserie ausgestrahlt, erhielt „Familie Braun“ 2017 den International Emmy.
Manuel Meimberg ist seit fast 20 Jahren Drehbuchautor. Angefangen hat er als Storyliner bei einem Daily Drama, was damals noch nicht Daily Drama hieß, sondern Soap. „Unter Uns“ in Köln war seine erste Produktion. Storyliner sind fest angestellte Autoren, die im Team die Geschichten für die Serie entwickeln. Die Dreh- oder Dialogbücher schreiben dann andere Autoren auf Basis der Storylines. Danach war er in derselben Produktion Script-Editor – ebenfalls fest angestellter Autor, der Drehbücher drehfertig macht und sie während des Drehs betreut. Und dann Chefautor und Creative Producer. Nach ein paar Jahren bei verschiedenen Soaps in Köln und Berlin hat er sich dann irgendwann als Drehbuchautor und Regisseur selbständig gemacht.

Wir danken folgenden Sponsoren für die freundliche Unterstützung dieser Produktion: Musik- und Theaterverein Quedlinburg e.V., Halberstädter Würstchen- und Konservenvertriebs GmbH, Autoverwertung Kaltschmidt & Chmelik GmbH & Co. KG

Die Sendung MDR artour berichtete am 21.02.2019 über die Inszenierung. Zu sehen ist der Beitrag ab Minute 1'57 hier.

Auch Deutschlandradio Kultur sendete am 09.03.2019 einen Beitrag über diese Inszenierung. Diesen hören Sie hier.

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde 45 Minuten (keine Pause)
Fotos: Ray Behringer

Do, 21.02.19, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Premiere ausverkauft
Fr, 01.03.19, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg im Anschluss Autorengespräch
Do, 14.03.19, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt
Sa, 30.03.19, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg ausverkauft
Di, 02.04.19, 10.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg
Sa, 27.04.19, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg ausverkauft
Do, 02.05.19, 10.00 Uhr    Kammerbühne Halberstadt
So, 05.05.19, 15.00 Uhr    Kammerbühne Halberstadt ausverkauft
Mo, 06.05.19, 10.00 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Restkarten
So, 12.05.19, 15.00 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg
Mi, 15.05.19, 10.00 Uhr    Bestehornhaus Aschersleben
Do, 23.05.19, 14.00 Uhr    Theater Wolfsburg
Do, 23.05.19, 19.00 Uhr    Theater Wolfsburg
Fr, 24.05.19, 10.00 Uhr    Theater Wolfsburg
Fr, 31.05.19, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg ausverkauft
Do, 19.09.19, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Wiederaufnahme Karten
Sa, 28.09.19, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Karten
Fr, 04.10.19, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Karten
So, 27.10.19, 15.00 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Karten
Di, 05.11.19, 10.00 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Karten
Do, 07.11.19, 19.30 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Karten
Do, 21.11.19, 10.00 Uhr    Neue Bühne Quedlinburg Karten
Fr, 22.11.19, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Karten
Sa, 21.12.19, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt Karten
Fr, 31.01.20, 19.30 Uhr    Kammerbühne Halberstadt letztmalig Karten
Mo, 10.02.20, 19.00 Uhr    Sharoun Theater Wolfsburg
Di, 11.02.20, 10.00 Uhr    Sharoun Theater Wolfsburg
Inszenierung  Sebastian Wirnitzer
Bühnenbild und Kostüme  Andrea Kaempf
Video  Stefan Ulrich
Dramaturgie  Daniel Theuring
Thomas, Laras Vater  Eric Eisenach
Kai, Mitbewohner von Thomas  Jonte Volkmann
Lara, Tochter von Thomas  Ananya Bönisch / Samara Broß
Julia, Ex-Freundin von Thomas  Anne Wolf
Hamid, Freund von Julia  Stefan Werner Dick
Herr Beerenkamp, Laras Deutschlehrer  Stefan Werner Dick
Nicole, Vermeintliche Bewerberin  Swantje Fischer
Teddy, Halbbruder von Nicole  Niklas Radke
Video:  
Malaika, Laras Mutter  Benita Sarah Bailey
WG-Bewerber  Jan Rosenbladt
WG-Bewerber  MD Johannes Rieger
WG-Bewerber  Max An
Polizist 1  Arnold Hofheinz
Wirt Bertram  Bertram Beier
Holger  Daniel Theuring
Malte  Benedikt F. Schörnig
Fischi  Christian Fischer
Köppe  Jens Jürgens
Marianne  Charlotte Hohlstein
Thorben Schneider  Gabriel Seltenheim
„(...) der Drive stimmt, die Pointen sitzen. Wie schon in der Serie muss man N-Wörter im Dutzend ertragen und auch damit rechnen, dass das Publikum an Stellen lacht, wo’s einen eigentlich würgen müsste. Aber dafür erlebt man, wie ein vermeintlich Verlorener zu denken, noch wichtiger: zu fühlen beginnt. (...)“

Georg Kasch, nachtkritik.de

„(...) 90 Minuten lang folgten Pointen auf Pointen, gelegentlich auch ein Kalauer, die das Publikum nicht nur zum Schmunzeln, sondern zum lauten Lachen brachten. (...)“

Renate Petrahn, Volksstimme

(...) Sein Vorgänger habe das Stück als ‚für das Städtebundtheater nicht umsetzbar’ gehalten, sagt Dramaturg Daniel Theuring. ‚Aber wir müssen gucken, dass wir junge Zuschauer für uns gewinnen.’ (...)“

Rita Kunze, Mitteldeutsche Zeitung

„(...) Jeder gefahrene Kilometer und jeder ausgegebene Cent ist es wert, Wirnitzers Inszenierung von „Familie Braun“ am Harztheater zu sehen. Die Schauspieler stecken viel Leidenschaft in ihre Rollen und haben sichtlich Spaß an ihrer Arbeit. Neben den typischen Klischees überrascht das Ensemble zusätzlich mit kreativen Ideen, um der Problematik für rund zwei Stunden ein wenig die Schwere zu nehmen. (...)“

Anna-Lena Kramer, https://anna-lena-kramer.com

„(...) ‚Familie Braun’ ist eine Komödie, die das rechtsradikale Gedankengut anhand der ungewöhnlichen Situation geschickt entlarvt, ohne dabei überheblich zu wirken. Samara Broß spielte dabei wunderbar die kleine Lara, die sich aus Unwissenheit überhaupt nicht durch das große Hakenkreuz im Zimmer oder das Adolf-Hitler Portrait an der Wand einschüchtern ließ. (...)“

Robert Stockkamp, WAZ Wolfsburg