Was wird sein?
Spielzeit 2017/18

Nathan der Weise

Klassiker von Gotthold Ephraim Lessing

Als der Jude Nathan auf Geschäftsreise ist, brennt sein Haus nieder. Zum Glück wird seine Tochter Recha von einem jungen Tempelherrn aus den Flammen gerettet. Zwischen beiden erwacht eine schüchterne Liebe, auf die Nathan jedoch abweisend reagiert. Hat Nathan – für Toleranz und Gleichberechtigung bekannt – Skrupel, seine Tochter mit einem Christen zu verheiraten? Oder ist sein Handeln weise Voraussicht einer unmöglichen Verbindung? Inzwischen hetzen religiöse Fanatiker einander auf: Während Daja und Sittah im Hintergrund intrigieren, fordert der Patriarch von Jerusalem sogar den Tod des Juden. In dieser aufgeheizten Atmosphäre zweifelt selbst der muslimische Herrscher Saladin an Nathans wahrer Absicht. Zum Schluss löst die berühmte Ringparabel das Rätsel: Nathan, Recha, der Tempelherr und Saladin sind enge Verwandte!
„Nathan der Weise“ ist Lessings letztes Werk, mit dem er eindrücklich für religiöse Toleranz und die Gleichheit aller Menschen plädiert. In einer Zeit religiöser Konflikte erscheint seine Frage wieder hoch aktuell: Was müssen die Menschen tun, damit Religion nicht spaltet, sondern verbindet?

Sonntagsmatinee: Sonntag, 08. Oktober 2017, 11:00 Uhr, Gleimhaus Halberstadt

Wir danken der Harzsparkasse sowie M&G Augenoptik Quedlinburg für die freundliche Unterstützung dieser Produktion.

Fotos: Ray Behringer

Sa, 14.10.17, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Premiere
Mi, 18.10.17, 10.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Schülervorstellung ausverkauft
Fr, 20.10.17, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
Mi, 25.10.17, 11.00 Uhr    Salzlandtheater Staßfurt
Do, 26.10.17, 11.00 Uhr    Salzlandtheater Staßfurt
Sa, 28.10.17, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Sa, 18.11.17, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
Mo, 20.11.17, 10.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt Schülervorstellung ausverkauft
Sa, 09.12.17, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Fr, 22.12.17, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
Mo, 29.01.18, 10.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Schülervorstellung Karten
Fr, 16.02.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Di, 13.03.18, 10.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt Schülervorstellung Karten
Fr, 16.03.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
Inszenierung  Manuel Schmitt
Bühnenbild und Kostüme  Bernhard Siegl
Dramaturgie  Daniel Theuring
Nathan  Stefan Werner Dick
Saladin  Arnold Hofheinz
Sittah  Ulvi Erkin Teke
Recha  Lisa Marie Liebler
Daja  Julia Siebenschuh
Tempelherr  Jonte Volkmann
Patriarch  Sebastian Borucki / Philipp Myk
Al-Hafi  Sebastian Borucki / Philipp Myk
Klosterbruder  Swantje Fischer
„Woher rührt die geradezu fesselnde Wirkung dieses Theaterabends? Indem Regisseur Manuel Schmitt den Klassikertext Gotthold Ephraim Lessings beim Wort nimmt. Er erzählt kein orientalisches Märchen. Seine Protagonisten sind Menschen auch im Kostüm von Hier und Heute. (...) Dieser Theaterabend verschafft auf klügste Weise Anregung gegen Dumpfbackigkeit, Mutlosigkeit und Angst. „Tolle Inszenierung, sehenswert, brandaktuell“ schrieb ein Besucher ins Gästebuch. Dem ist nichts hinzuzufügen!“

Hans Walter, Volksstimme



„(...) In seiner Inszenierung von Lessings „Nathan der Weise“ für das Nordharzer Städtebundtheater konfrontiert Regisseur Manuel Schmitt sein Publikum mit Bildern, die es aus den Nachrichten kennt: Ein Gefangener mit einer Kapuze über dem Kopf kniet vor seinen Henkern, ein junger Mann mit Bomberjacke schwingt einen Stock wie eine Waffe und prügelt damit auf den Container ein, schlägt und tritt immer wieder. (...) Zwischen all dem bewegt sich auch Lessings Nathan. Stefan Werner Dick in der Titelrolle zeichnet einen weit gereisten, welterfahrenen jüdischen Geschäftsmann, der die Vernunft an erste Stelle setzt und leidenschaftliche Plädoyers dafür hält. Er besticht durch Güte, Menschlichkeit und bewahrt sich auch Humor, während um ihn herum der Krieg tobt: Christen gegen Moslems, Moslems gegen Christen, Christen und Moslems gegen Juden. Alles im Namen Gottes. Welchen Gottes? (...)“

Rita Kunze, Mitteldeutsche Zeitung