Was wird sein?
Spielzeit 2017/18

Pension Schöller

Komödie von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs
bearbeitet von Jürgen Wolffer

Alfred Klapproth möchte in Berlin ein Künstlercafé eröffnen, ist aber völlig pleite. Sein Onkel Philipp schwimmt im Geld und amüsiert sich gerade in der abenteuerlichen Hauptstadt. Der reiche Gutsbesitzer aus Kyritz würde dem Neffen finanziell aus der Patsche helfen, stellt jedoch eine Bedingung: Alfred muss ihn in eine Irrenanstalt schmuggeln – denn zur Krönung seines Berlin-Besuchs möchte er einmal echte Verrückte erleben. Damit könnte Philipp Klapproth auf dem Lande angeben. Franziska, die resolute Kellnerin der „Pension Schöller“, erkennt Alfred sofort: ihre verschollene Liebe eines Sommerurlaubs. Sie bringt ihn auf eine folgenreiche Idee. Er soll seinem Onkel doch einfach die „Pension Schöller“ zeigen, deren Gäste völlig skurril sind. Es klappt: Der Onkel hält die Besucher wirklich für verrückt und amüsiert sich prächtig. Die Situation eskaliert, als er auf sein Gut zurückkehrt und von diesen vermeintlichen Irren besucht wird.

„Pension Schöller“ ist ein Komödien-Evergreen. Wilhelm Jacoby und Carl Laufs erschufen eine abenteuerliche Handlung mit skurrilen Typen und witzigen Dialogen. Die unverwüstliche Komödie wird auf den Bühnen des Nordharzer Städtebundtheaters zum rasanten Theatervergnügen, das nebenbei die Frage stellt: Wer ist schon normal?

Aufführungsdauer: ca. 2 1/4 Stunde, eine Pause

Fotos: Jürgen Meusel

So, 31.12.17, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Premiere ausverkauft
So, 31.12.17, 19.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg ausverkauft
Fr, 19.01.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
So, 28.01.18, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
So, 04.02.18, 15.00 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
So, 18.02.18, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Sa, 03.03.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
So, 11.03.18, 15.00 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Sa, 24.03.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
Sa, 14.04.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Sa, 21.04.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Halberstadt Karten
Fr, 04.05.18, 19.30 Uhr    Großes Haus Quedlinburg Karten
Inszenierung  Robert Klatt
Ausstattung  Franz Gronemeyer
Dramaturgie  Daniel Theuring
Choreographie  Corina Ehrig
v. Mühlen, Major a. D.  Arnold Hofheinz
Franziska Schöller, Tochter von Schöller, Kellnerin  Lisa Marie Liebler
Josephine Zillertal  Swantje Fischer
Prof. Bernhardy, weltreisender Wissenschaftler  Sebastian Borucki
Alfred Klapproth, Neffe v. Klapproth  Jonte Volkmann
Ida Klapproth, Schwester v. Klapproth  Charlotte Hohlstein
Philipp Klapproth, Gutsbesitzer aus Kyritz  Fernando Blumenthal
Schöller, Inhaber d. Pension Schöller  Julia Siebenschuh
Eugen, angehender Schauspieler u. Mündel v. Schöller  Stefan Werner Dick
„Einen witzigen, unterhaltsamen Abend erlebt, wer die „Pension Schöller“ des Nordharzer Städtebundtheaters besucht. Irre inklusive. Schon doof, wenn einem das L abhanden kommt, aber es sorgt für ein quietschvergnügtes Publikum. Stefan Werner Dick spielt seinen L-losen Part als Eugen Schöller wundervoll verzweifelt. […] In der Inszenierung von Robert Klatt und der Dramaturgie von Sebastian Clar erwacht die Pension Schöller zu turbulentem Leben mit Slapstickeinlagen. So gelingt es Lisa Marie Liebler als Franziska Schöller immer wieder, sich mit ihrem Kellnertuch in der Türklinke zu verhaken, wenn sie den Gastraum betritt. Die ersten Lacher sind Liebler gewiss ebenso wie dem ehrlich durchgeknallten Major von Mühlen, den Arnold Hofheinz spielt.
Klatt gelingt es, den Klassiker der Autoren Wilhelm Jacoby und Carl Laufs rasant auf eine Bühne zu bringen. Der größte Spaß des Publikums beruht auf der Täuschung, die Curdin Caviezel als Alfred Klapproth organisiert, damit Alfred endlich Geld von seinem Onkel Philipp Klapproth bekommt. Den spielt als Gast Fernando Blumenthal überzeugend und in hörbarer Verehrung für einen anderen berühmten Komiker – Heinz Ehrhardt. […]“

Sabine Scholz, Volksstimme


„Türenplautzen, Knallchargen und vorhersehbare Verwechslungen, lustige Sprachfehler und Slapstick – so bringt Robert Klatt einen echten Schwank-Klassiker auf die Bretter. […] Den Regisseur treibt nicht der Wunsch, die über 100-jährige „Pension Schöller“ der beiden Mainzer Wilhelm Jacoby und Carl Laufs allzu stark zu renovieren. Er tut gut daran, es bei einzelnen Wort-Anspielungen zu belassen und nur durch passende Musikeinblendungen den Komödien-Evergreen noch sehenswerter zu machen. Ein beklatschter Höhepunkt wird dabei die Tanzeinlage (Choreographie: Corinna Ehrig) von Alfred Klapproth (Curdin Caviezel) und Franziska Schöller (Lisa Marie Liebler). […] Das Haupt des irren Hauses gibt Julia Siebenschuh, die als Pensionswirtin in roter Robe die Abendgesellschaft gibt und herrlich singt. […] Für die Rolle des alten Klapproth fand man mit Fernando Blumenthal eine treffsichere Besetzung. Sein Habitus entspricht dem Klischee des reich gewordenen Landmannes, der in der Großstadt endlich mal eine Kuh fliegen lassen will. Arnold Hofheinz spielt einen leicht senilen Major mit ordensgeschmückter Brust und zackigem Auftreten, das er auch vom Kellner, der eigentlich die Tochter des Hauses Schöller ist, erwartet. Lisa Marie Liebler spielt die Rolle aufgedreht und witzelnd mit Türenknallen und rutschendem Schnurrbart. Ein besonderes Kabinettstück liefert Stefan Werner Dick als Eugen, der einen Sprechfehler hat, den es aber zum Schauspiel zieht.
Albern ist es schon, was da auf der von Franz Gronemeyer entworfenen Bühne geschieht. Das gut harmonierende Ensemble versemmelt keine Pointen und lässt beim Possenspiel das Publikum jubeln. [...]

Uwe Kraus, Mitteldeutsche Zeitung