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Die Walküre

Die Walküre

Oper von Richard Wagner
Zweiter Teil des Bühnenfestspiels
„Der Ring des Nibelungen“

Wir danken dem Theaterförderverein Halberstadt e.V. und der Stiftung der Kreissparkasse Halberstadt für die Unterstützung der Produktion.
Nach dem „Rheingold“ in der Spielzeit 2023/24 produziert das Harztheater in dieser Saison nun den zweiten Teil von Richard Wagners Ring-Epos. „Die Walküre“ führt von der Welt der Götter in die Welt der Menschen. Es geht um ein Geschwisterpaar, das sich verloren hat und wiederfindet. Es geht um inzestuöse Liebe, Ehebruch und Verrat....
Nach dem „Rheingold“ in der Spielzeit 2023/24 produziert das Harztheater in dieser Saison nun den zweiten Teil von Richard Wagners Ring-Epos. „Die Walküre“ führt von der Welt der Götter in die Welt der Menschen. Es geht um ein Geschwisterpaar, das sich verloren hat und wiederfindet. Es geht um inzestuöse Liebe, Ehebruch und Verrat. Es geht aber auch um die wahre Liebe, Vertrauen und die Suche nach dem Glück. Und es geht um Macht. Gott Wotan wollte statt mit Gewalt durch Verträge herrschen, verstrickt sich jedoch mit Intrigen und Wortbrüchen in immer mehr Probleme, bis sich sogar seine Lieblingstochter, die Walküre Brünnhilde, gegen ihn stellt. Lösungen finden sich so nicht und Wotan seufzt schließlich: „Nur eines will ich noch: das Ende!“ Spieldauer: 4h 40 Min. inkl. 2 Pausen

Zu jeder Vorstellung (außer Premiere) gibt es um 14:15 Uhr eine Einführung in das Stück. Diese finden bei den Terminen in Halberstadt in der Kammerbühne statt, in Quedlinburg in der Neuen Bühne.

Vorstellung

Premiere: 01.11.2025, 17:00 Uhr, Großes Haus Halberstadt

Hinter den Kulissen

Musikalische Leitung
Inszenierung
Ausstattung
Tom Grasshof
Was Presse & Gäste sagen

Stimmen

„Richard Wagner gehört zur DNA des Harztheaters“, unterstreicht dessen Intendant und Musikdirektor Johannes Rieger. Bis 2027 stelle sich das Halberstädter Ensemble der ambitionierten Herausforderung, einen Harzer Jahrhundert-Ring auf die Bühne zu bringen. Nach dem abendlichen Vorspiel „Rheingold“ im März 2024 hat nun der erste Tag des...weiterlesen
„Richard Wagner gehört zur DNA des Harztheaters“, unterstreicht dessen Intendant und Musikdirektor Johannes Rieger. Bis 2027 stelle sich das Halberstädter Ensemble der ambitionierten Herausforderung, einen Harzer Jahrhundert-Ring auf die Bühne zu bringen. Nach dem abendlichen Vorspiel „Rheingold“ im März 2024 hat nun der erste Tag des Bühnenfestspiels „Die Walküre“ in Halberstadt Premiere. Hausregisseur Marco Misgaiski, Ausstatter Tom Grasshof und Musikdirektor Johannes Rieger verantworten auch in diesem Jahr wieder die künstlerische Umsetzung und setzen die Traditionslinie fort, die Halberstadt einst den Beinamen „Klein Bayreuth“ einbrachte. Emotionales Feuerwerk 
Allein von 1903 bis 1933 erlebte Halberstadt dreizehnmal Aufführungen von „Die Walküre“, die nach damaligen Pressestimmen, „selbst verwöhntesten Ansprüchen gerecht wurden“. 60 Musiker der Hallenser Oper sorgten damals dafür, dass dank des Mäzenatentums eines Prof. Dr. Hans Kehr ein musikalisches Welttheater über Liebe, Schuld und Schicksal, ein deutsches Operndrama von epischer Tiefe zu erleben war. Wagners zweite Ring-Oper gilt als ein emotionales und musikalisches Feuerwerk zwischen Weltenschmerz und Hoffnung. Die am Harztheater viereinhalbstündige Inszenierung, deren Premiere fast ausverkauft war und Wagner-Enthusiasten aus mehreren Bundesländern anzog, rückt die verbotene Liebe zwischen Siegmund und Sieglinde, in den Fokus, zwei Geschwistern, die sich in einer Welt voller Zwänge und göttlicher Gesetze verlieren. Wagner bricht hier gleich zwei Tabus: Ehebruch und Inzest. Wotans Frau Fricka, Regina Pätzer gewohnt stimmlich sicher, präsent und die coole Strippenzieherin, wenn im Zweikampf nicht Hunding, sondern Siegmund den Kürzeren zieht, kann da nur dem Zeitgeist entsprechend Siegmunds Tod verlangen. Nah beim Meister 
Wer mag, kann das Werk als Stück über pathologische Macht- und Geldgier deuten, von Selbstdarstellern und Größenwahnsinnigen. Regisseur Marco Misgaiski bleibt nah am Meister Wagner und gibt seinen Akteuren auf der wandelbaren Grasshof-Bühne mit Übertitelung viel Spiel-und Sangesplatz. Dazu kommt eine Lichtregie, die die verschiedenen Stimmungen untermalt. Die Inszenierung spielt auf einer emotional weit schweifenden Klaviatur der Gefühle. Sie reicht in den drei Aufzügen von tief empfundener Traurigkeit über Ehe-Stress bis Liebes-Lyrik. Das nimmt MD Johannes Rieger mit seinen Harzer Sinfonikern engagiert auf. Klangfarbig und facettenreich schwebt die Musik aus dem Orchestergraben. Zuweilen kommt aber von dort ein Hauch Wagner-Wumms zu viel. Denn Wagners Musik bietet nach dem aufwühlenden, stürmischen Vorspiel durchaus Platz für spannungsvolles Knistern und sanftes Schweben durch die mythische Welt. So sind es die Klarinette, Horn und viel Blech, die den Klang bestimmen. Rieger gelingt es so, einen musikalischen Boden zu schaffen, auf dem die Solisten wachsen können. Wieder muss dem Harztheater Respekt gezollt werden, weil bis auf die gefeierte Peggy Steiner als Brünnhilde, Kammersängerin Gerlind Schröder, die einst am Halberstädter Haus engagiert und bereits im „Rheingold“ zu erleben war, sowie Runette Botha und Zauberflöten-Sängerin Marie-Pierre Roy die Rollen mit Ensemblemitgliedern besetzt sind. Düsterer Waldschrat 
Samuel Berlad gibt seinem Hunding ein gerüttelt Maß Fiesheit, er ähnelt einem großen düsteren Waldschrat, der verschlagen sein Mütchen kühlen will. Peggy Steiner mit ihrem klangfrischen Sopran überzeugt als Lieblingstochter Brünnhilde, die aus Mitleid mit dem jungen Paar (Max An und Jessey-Joy Spronk) gegen ihren Vater agiert und Sieglinde mit ihrem ungeborenen Kind rettet. Zaghaft und zunehmend selbstbewusst legt sie Wotan ihre Gründe für ihren Ungehorsam dar. Den germanischen Ober-Gott singt und spielt ausdrucksstark Juha Koskela. Mal wirkt er diktatorisch, mal fast tränentraurig, er ist überheblich und hat vielleicht seine intensivsten Momente, wenn er Fricka und alles andere aufgibt, gebeugt in Richtung Horizont und in die Welt hinaus schlurft.weniger lesen
Uwe Kraus
Volksstimme
Der lange Schlussbeifall wuchs zur Standing Ovation und hatte weitaus mehr Berechtigung als Regionalstolz. Vor zwei Jahren startete das „Ring“-Projekt des Nordharzer Städtebundtheaters mit einem weithin gerühmten „Das Rheingold“. Als Herbstpremiere soll 2026 „Siegfried“ folgen. Wie bei Kay Metzgers „Ring des Nibelungen“-Zyklus...weiterlesen
Der lange Schlussbeifall wuchs zur Standing Ovation und hatte weitaus mehr Berechtigung als Regionalstolz. Vor zwei Jahren startete das „Ring“-Projekt des Nordharzer Städtebundtheaters mit einem weithin gerühmten „Das Rheingold“. Als Herbstpremiere soll 2026 „Siegfried“ folgen. Wie bei Kay Metzgers „Ring des Nibelungen“-Zyklus vor knapp zwanzig Jahren am Landestheater Detmold, einem ebenfalls kleinen Haus, kamen die Vorzüge eines schlanken Apparates und geringeren Raumvolumen für Richard Wagners aufwändiges „Bühnenfestspiel in drei Tagen und einem Vorabend“ zur Geltung: Genaue Gestik und subtile Schärfung statt Dekorations- und Deutungsbombast. Zur vollständigen Kritik: Kritik: Richard Wagner: Die Walküre | Halberstadt | Die Deutsche Bühneweniger lesen
Roland H. Dippel
Die Deutsche Bühne
Sehr menschlich und an keinr Stelle langatmig ist aber auch schon diese "Walküre" nicht zuletzt dank ihrer überzeugenden Protagonisten.
Gerald Felber
Opernwelt
Die zehn besten Opernproduktionen des Jahres 2025 Ein großer "Ring" für Klein-Beyreuth ..."Marco Misgaiski, Chefdramaturg, Hausregisseur und gebürtiger Halberstädter, zeigt eine Inszenierung, die mit dem zielgerichteten Ton der Musik parallel geht und auf Küsteleien verzichtet....

Jan Brachmann
Frankfurter Allgemeinde online

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